Fr. 13. April: Buchvorstellung: „Die Wände waren mit Blut bespritzt…“ – Der „Tränenkeller“ im Schillerlyzeum Witten

Vortrag über die Durchsetzung der nationalsozialistischen Herrschaft in Witten: Der „Tränenkeller“ im Schillerlyzeum, Breddestraße

[Cover „Die Wände waren mit Blut bespritzt…“]

Seit dem Frühjahr 1933 nutzten die Nationalsozialisten in ganz Deutschland die Keller von Fabrikgebäuden, Schulen, Gastwirtschaften usw. als „wilde“, nicht autorisierte Haftstätten. Aus ihnen ging später das System der Konzentrationslager hervor. Ausgestattet mit polizeilichen Befugnissen verfolgten und verhafteten die nationalsozialistischen Milizen von SA und SS ihre politischen Gegner und verschleppten sie in diese Keller. Auch die Wittener SS unterhielt solch eine Haftstätte, und zwar in einem Teil des heutigen Schiller-Gymnasiums. Wegen des Leids, das ihnen im Keller der Schule zugefügt wurde, nannte man ihn den „Tränenkeller“.

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Mi. 11. April: Einführung in die Kritik antisemitischer Verschwörungsideologien und -mythen

Serge Nilus - Protocoles des Sages d Israel - Urbain Gohier, Vieille France, Paris, 1924

Der Mythos der „jüdischen Weltverschwörung“ trägt seit Jahrhunderten dazu bei, einen Weltzusammenhang für seine Anhängerinnen und Anhänger herzustellen. Auch die aktuellen Verschwörungsnarrative verbergen ihren antisemitischen Kern nur dürftig hinter Codes und Chiffren. Als „Lügenpresse“- und „Volksverräter“-Vorwürfen begegnet man ihnen auf Demonstrationen der aktuellen rechtsextremen Bewegungen, in ihren „alternativen“ Medien und den sozialen Netzwerken. Die Anhängerinnen und Anhänger von Verschwörungsideologien und -mythen machen auf diese Weise deutlich, dass es sich bei den zugrundeliegenden Erzählungen eben nicht ausschließlich um Unterhaltung handelt, sondern ihnen der Wunsch nach der Vernichtung von Widersprüchen innewohnt.

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Programm März 2018

Do. 1. 3. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
So. 4. 3. Offener Sonntag (11:00–15:00 Uhr, Mitbring-Frühstück, Kaffee ist vorhanden)
Di. 6. 3. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 7. 3. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 8. 3. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Di. 13. 3. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 14. 3. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 15. 3. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 16. 3. We do care! Alles muss man selber machen! (ab 19:30 Uhr)
Di. 20. 3. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 21. 3. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ – Podium zum Antisemitismus in Deutschland und Nordrheinwestfalen und dessen Auswirkungen auf das jüdische Gemeindeleben (ab 19:30 Uhr, Stadtarchiv Witten)
Do. 22. 3. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 23. 3. Nadja Rakowitz: Krankenhaus statt Fabrik! (ab 19:30 Uhr)
Di. 27. 3. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 28. 3. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 29. 3. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)

Fr. 16. März: We do care! Alles muss man selber machen!

Nurses in class at the Florida State Hospital in Chattahoochee (33480948865)

Die Debatte um die Bedeutung der Reproduktions- oder Carearbeit ist so alt wie die Geschichte der Teilung der Arbeiten in Hand und Kopf, Stadt und Land. Mit den Teilungen der Arbeiten trat die Produktion von Leben und Lebensmitteln in den Hintergrund. In den Mittelpunkt rückten die Produktionen, die Profit erzeugen. Die Teilung der Arbeiten führte zu den Geschlechterverhältnissen, wie wir sie heute kennen. Sie drücken sich aus in der Herrschaft des Mannes über die Frauen und Kinder. Die Arbeiten für das Leben bleiben bei den Frauen und werden im Schatten der Gesellschaft – nahezu unsichtbar – von Frauen erledigt. Sind aber auch Geschlechterverhältnisse Produktionsverhältnisse, wie Frigga Haug behauptet? Ist Sorgearbeit ein „Liebesdienst“ oder aber zentrale Schaltstelle in der Veränderung unserer Gesellschaft? Brauchen wir eine Care Revolution, wie sie von Gabriele Winker gefordert wird? Stehen wir schon mitten drin im Aufstand derer, die das Leben und die dazu nötigen Mittel produzieren? Die großen Streikbewegungen der letzten Jahre fanden in diesen Bereichen statt, aktuell hier in Deutschland in den Krankenhäusern. Welche Forderungen haben die Belegschaften? Welche Kämpfe führen sie? Und welche Bedeutung spielen dabei die Krisen auf den Märkten der Welt? Diese Themen und ihre Debatten wollen wir miteinander führen.

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Programm Februar 2018

Do. 1. 2. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
So. 4. 2. Offener Sonntag (11:00–15:00 Uhr, Mitbring-Frühstück, Kaffee ist vorhanden)
Di. 6. 2. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 7. 2. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 8. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 13. 2. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 14. 2. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 15. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 16. 2. David Schneider: Macht kaputt, was euch kaputt macht (ab 19:30 Uhr)
Di. 20. 2. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 21. 2. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 22. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 23. 2. Schwarzer Tresen: Postanarchismus – Revisionen, Erneuerungen, Brüche (ab 19:00 Uhr)
Sa. 24. 2. Workshop: Reproduktion, soziale Revolution und gutes Essen (14:00–18:00 Uhr)
So. 25. 2. Workshop: Reproduktion, soziale Revolution und gutes Essen (11:00–15:00 Uhr)
Mo. 26. 2. Salon des Zuhörens: Weiteres zu den Themen Frauenhäuser, sexualisierte Gewalt und Femizid (ab 19:00 Uhr)
Di. 27. 2. Schattenspiel (ab 19:00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 28. 2. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)

Di. 27. Februar: Schattenspiel

MCMF Comic

Vorgestellt wird die Arbeit des DIYSchattenspiel-Projektes, welches im Rahmen des Förderexperimentes Wem gehört die Kunst stattfindet. Nachdem eine Projektionsfläche für die Schatten entworfen und umgesetzt wurde, geht es in die nächste Experimentierphase: Durch Ausprobieren werden Bilder und Szenerien entwickelt. Im Anschluss an die Vorstellung des Erarbeiteten darf gerne selbst ausprobiert werden!

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Di. 27. Februar 2018, 19:00 Uhr

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Mo. 26. Februar: Salon des Zuhörens: Weiteres zu den Themen Frauenhäuser, sexualisierte Gewalt und Femizid

A Russian poster urging open your eyes - against women being abused

In der Gegenwart von gedankenlosem Geplärre und bezugslosem Aufmerksamkeitsdruck wollen wir uns treffen, um einen Raum zu eröffnen, in dem mensch sich ein bisschen stillen Fokus gönnen kann. Fokus meint hier, die Aufmerksamkeit auf etwas Konkretes zu richten, und das über den Modus des Zuhörens. Es gibt die Möglichkeit, sich über Hörbeiträge bestimmten Themen zu widmen, oder Menschen kennenzulernen, die eine Erfahrung gemacht haben, welche ihr Leben weiterprägt. Einerseits geht es um die Auseinandersetzung mit unserer Umwelt und all den Dingen, ob schrecklich oder schön, die im Getöse untergehen. Andererseits darf es auch ein Raum zum entspannten Bezugnehmen sein. Ein Raum, in dem wir uns mit brenzligen Dingen beschäftigen und uns, da wir es gemeinsam tun, dabei auffangen und unterstützen, wenn es belastend wird.

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Workshop: Reproduktion, soziale Revolution und gutes Essen

A Home Economics class receiving instructions on cooking. Ottawa, Ontario, 1959

Wenn wir uns einer Utopie des guten Lebens nähern wollen, ist unabdingbar sich mit der Basis der gesellschaftlichen Verhältnisse zu beschäftigen. Das tat Karl Marx in seinem Werk „Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie“ mit kritischem Blick auf die Produktion. Doch ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens ging dabei unter und zwar die Reproduktion. Reproduktion in einer patriarchalkapitalischen Gesellschaft ist der weiblichen Sphäre zugeordnet und somit ist es der Verdienst feministisch-marxistischer Analyse (und Kritik) die Leerstelle von Marx zu füllen. Mit einem gastrosophischen Workshop will sich die Gustav-Landauer-Bibliothek Witten dem Thema Reproduktion kritisch aber auch mit ein bisschen lebens- bzw. alltagsweltlichem Praxisbezug widmen. Das Essen ist einerseits fundamental für menschliche Existenz und somit auch einer der Hauptaspekte der Reproduktion menschlichen Lebens. Hier trifft sich die Notwendigkeit der Naturaneignung, aber auch der ästhetische Moment der Genusses. Kurz gesagt könnte es so formuliert werden: Ohne gutem Essen kein gutes Leben. Der angedachte Workshop beinhaltet die Lektüre feministisch-marxistischer Theorie und Praxis wie auch das Studieren gastrosophischer Schriften und des einen oder anderen anarchistischen Klassikers. Neben der intellektuellen Auseinandersetzung werden wir auch gemeinsam selbstgekochte Speisen speisen und dabei den Raum haben unsere eigenen Gedanken zum Themenkomplex auszutauschen.

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Sa. 24. Februar 2018, 14:00–18:00 Uhr
So. 25. Februar 2018, 11:00–15:00 Uhr

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Fr. 23. Februar: Schwarzer Tresen: Postanarchismus – Revisionen, Erneuerungen, Brüche

Eine Einführung von Jürgen Mümken

Jürgen Mümken LiMesse 2014

Die Angst, mit der Vorsilbe „Post-“ alle Errungenschaften des sich daran Anschließenden für endgültig vorüber und die damit verbundenen Ansprüche für überholt zu erklären, hatte auch schon die Debatte um die Postmoderne geprägt. Allerdings verweist das Präfix, ähnlich wie bei postmoderner Philosophie oder postkolonialer Kritik, keinesfalls auf ein für alle mal Vergangenes. Der „klassische“ Anarchismus ist nicht passé, bedarf aber angesichts theoretischer Entwicklungen und veränderter Verhältnisse – Globalisierung und Neoliberalismus – einiger Weiterentwicklung.

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