Mo. 21. Dezember: Das Narrativ des „Großen Austauschs“ und die Angstlust der Neuen Rechten

Graffiti in der Alaunstraße in Dresden. Das Motiv bezieht sich auf die Auseinandersetzung während einer Pegida-Demonstration zwischen einem Kamerateam von Frontal 21 und einem Demonstrationsteilnehmer sowie die umstrittene Polizeiaktion, welche die Pressearbeit behinderte. „Grüße an MP Kretschmer“ – „Frontal-Aufnahme, LKA“

Ob „Reconquista“, „Remigration“ oder „Großer Austausch“ – neurechte Schlagwörter sind in der jüngeren Vergangenheit insbesondere durch die sozialen Netzwerke in die öffentlichen Diskurse vorgedrungen. Zentrale Akteure des rechtsintellektuellen Milieus, wie der Verleger Götz Kubitschek, werden gar im renommierten New York Times Magazine mit einer Homestory bedacht. Mit der AfD ist eine offen migrationsfeindliche Partei, die enge Verbindungen in diese Szene unterhält, in allen Länderparlamenten und im Bundestag vertreten. Doch welche politischen Konzepte verbergen sich eigentlich hinter diesen gezielt platzierten Begriffen und wer setzt sie in die Welt? Der Vortrag analysiert sowohl literarische, als auch programmatische Schlüsseltexte der Neuen Rechten und fokussiert dabei insbesondere die Obsession, mit der Neurechte Migration zur „Krise“ stilisieren.

Referent: Dr. Lasse Wichert

Der Vortrag wird bei Microsoft Teams gehalten und anschließend wird zu einer Diskussionsrunde eingeladen.

Gefördert durch das Jugendforum Witten als Teil von Demokratie Leben!

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Mo. 21. Dezember 2020, 19:30 Uhr, Microsoft Teams

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Fr. 6. März: Film: Der marktgerechte Mensch

DE 2020, Regie: Leslie Franke, 99 min., Dokumentarfilm

Europa ist im Umbruch. Seit dem neuen Jahrtausend und zuletzt nach der Finanzkrise wurden neue Weichen gestellt. Die soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, stehen zur Disposition. Besonders der Arbeitsmarkt und mit ihm die Menschen verändern sich rasant. Hier setzt der Film „Der marktgerechte Mensch“ an.

Der Film zeigt Beispiele, wie Menschen an dieser Last und Unsicherheit zerbrechen, wie Depression und Burnout das Leben zur Hölle machen. Selbst in dieser fatalen Situation glauben noch viele, an ihrem Schicksal schuld und ein Einzelfall zu sein. Fatal ist, dass all diese gezeigten Arbeits- und Lebensformen oft mit sozialer Isolierung und Einsamkeit verbunden sind – Symptome eines zerbrechenden Bindegewebes der Gesellschaft.

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Fr. 7. Februar: Videopremiere: Akzent One und Lucky Lou „Exorbitant Tour 2019“

Im letzten Jahr lief die Exorbitant Tour der Rapkombo um Akzent One und Lucky Lou. Mit den Djs ihres Vertrauens Dr. Wee, A Guy Called Chris und Beatmaschine zogen sie nicht nur durch Deutschland. Begleitet und filmisch dokumentiert wurde die Tour von Nils Baukus und EMC.

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Fr. 21. Februar: Film: Push – Für das Grundrecht auf Wohnen

Dokumentation, 92 Minuten

Überall auf der Welt schnellen die Mietpreise in den Städten in die Höhe. Die Einkommen tun das nicht. Langzeitmieter werden aus ihren Wohnungen herausgedrängt. Selbst Krankenpflegende, Polizisten und Feuerwehrleute können es sich nicht mehr leisten in den Städten zu leben, für deren Grundversorgung sie notwendig sind. PUSH wirft ein Licht auf eine neue Art des anonymen Hausbesitzers, auf unsere immer weniger bewohnbaren Städte und eine eskalierende Krise, die uns alle betrifft. Das ist keine Gentrifizierung mehr: Wohnungen sind Kapital und Orte, um Geld anzulegen.

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Do. 19. September: schatten_prismen_seiten – witchy soundalchemy mit Mala Herba

Buchla 200 series Electric Music Box

Wer hat sich noch nie an Synthesizer getraut, weil sie doch eh keinen Ahnung hat? Wem fehlt der Support von einer Expertin, um sich an produzieren bzw. komponieren zu trauen? Wer mag düsteren Sound, der einen wie verhext in den Bann zieht? Zosia Hołubowska wird mit ihrem Projekt Mala Herba zu Besuch kommen. Sie ist eine queere DIY-Künstlerin, die derzeit in Wien verweilt und dort an der Akademie der bildenden Künste Forschungen zu queerer Klangkunst betreibt. Der Name des Projektes übersetzt sich mit böse Kräuter, was die sphärischen Arrangements aus traditionellen osteuropäischen Sounds mit Vocals, die an Hexensprüchen erinnern, gut beschreibt. Gerade in ihrem Geburtsland Polen mit der Hegemonie der katholischen Kirche und der rechtsnationalen PiS-Partei würde sie mit ihrer dunklen Soundmagie und ihrer sex-positiven Performances den Volksmob in Rage bringen. Einerseits finden wir diese Provokation sicher gut, aber andererseits zeigt es uns auf, wie finster es um die polnische Gesellschaft steht.

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Sa. 26. Januar: Film: Hamburger Gitter

Brennende Autos, 20 Regierungen und 31.000 Polizisten – eine Stadt scheint traumatisiert. Auch über ein Jahr nach dem G20-Gipfel sucht die Polizei noch mit allen Mitteln nach hunderten Verdächtigen, die Politik fordert harte Strafen, die Gerichte leisten Folge und die wenigen kritischen Stimmen verblassen im allgemeinen Ruf nach Law and Order. 17 Interviewpartner*innen aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus ziehen in diesem Film Bilanz.

Welche Garantien des Grundgesetzes konnten rund um den G20-Gipfel standhalten? Mit welcher Leichtigkeit konnten die Behörden agieren? Welche Methoden der Ausnahmesituation werden langsam zur Normalität? Und welche Gesellschaft zeichnet sich da am Horizont ab? Antworten geben u. a. Rafael Behr (Prof. für Polizeiwissenschaft, Akademie der Polizei Hamburg), Christiane Schneider (Hamburger Bürgerschaft), Heribert Prantl (Chefredaktion Süddeutsche Zeitung); der Pressesprecher der Polizei Hamburg; der junge Aktivist Fabio V., der vier Monate in Untersuchungshaft saß, seine Anwältin und Vorstand im RAV, Gabriele Heinecke; sowie viele weitere aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus.

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Sa. 26. Januar 2019, 19:00 Uhr

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Mi. 12. September: Filmvorführung: Triumph des guten Willens. Ein politisches Portrait über Eike Geisel

Das soziokulturelle Zentrum Trotz Allem, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten und das Wittener Stadtarchiv präsentieren am 12. September den Film Triumph des guten Willens. Ein politisches Portrait über Eike Geisel im Kinosaal des Haus Wittens. Die Veranstaltung findet im Rahmen des zweiten Teils der Veranstaltungsreihe „‚…die Gesinnung der Canaille‘ – Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus“ statt, in dem es um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gedenken an den Nationalsozialismus gehen soll. Im Anschluss an den Film wird es die Möglichkeit zur Diskussion mit Alex Feuerherdt, einem der Co-Autoren des Films, geben.

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Mi. 12. September 2018, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr, Haus Witten, Eintritt frei

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Mi. 22. November: David Schneider: Macht kaputt, was euch kaputt macht

Nursing and care of the nervous and the insane (1915) (14742524086)

Der Vortrag muss leider am 22. November 2017 ausfallen. Er wird aber nachgeholt.

Am 28. August 2017 gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in Oldenburg die Ermittlungsergebnisse der Sonderkommission Kardio bekannt: der frühere Krankenpfleger Niels Högel soll zwischen 2000 und 2005 in zwei Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst mindestens 90 Menschen umgebracht haben. Högel, der in den Intensivstationen der beiden Krankenhäuser tätig war, hatte einer bis dato unbekannten Anzahl von schwerkranken Patienten Medikamente injiziert, die unter anderem Herzversagen auslösen. Högel habe immer wieder Patienten überdosiert und sie im Anschluss wiederbelebt, um bei erfolgreicher Mission vor Kollegen als Lebensretter dazustehen. Im Fokus der Ermittler standen neben dem Krankenpfleger auch verantwortliche Mitarbeiter der betroffenen Kliniken. In beiden Krankenhäusern habe es anlässlich der auffällig hohen Todesraten Gerüchte, aber keine Konsequenzen gegeben. Der zuständige Polizeichef vermerkte, dass die Morde hätten verhindert werden können, wenn in den betreffenden Kliniken den Verdachtsmomenten nachgegangen worden wäre.

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Mi. 18. Oktober: Das Gegenteil von Grau

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten, Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

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