Stellungnahme des soziokulturellen Zentrums „Trotz Allem“ zu Simon Nowacks unerträglicher Entgleisung

Nachdem sich der FDP-Mann Thomas Kemmerich in Thüringen von der Höcke-AfD hat wählen lassen, war der Applaus von Simon Nowack so sicher wie das Amen in der Kirche.

Der Rechtsaußen der Wittener CDU ließ es sich nicht nehmen, bei Facebook gegen Linke zu wettern und die Wahl von Kemmerich als Erfolg gegen Extremisten zu feiern. „Mir ist es lieber, […] Extremisten wählen einen Demokraten, als wenn Demokraten einen Extremisten wählen“, so Nowack. Als Extremisten tituliert er damit den tatsächlich eher sozialdemokratisch agierenden Bodo Ramelow und setzt ihn so mit dem Faschisten Björn Höcke gleich. Zügig verschwand der Gratulations-Post für Kemmerich bei Facebook für das öffentliche Publikum, nachdem erste kritische Stimmen zu hören waren. Ein Screenshot dieser unerträglichen Entgleisung liegt uns aber vor.

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Fliehen und Ankommen?!

Fliehen und Ankommen – Vortragsreihe 2020

Vortragsreihe in Witten und Bochum

Wir als Gesellschaft stehen immer vor der Frage, wie wollen wir miteinander leben? Wenn im Zuge von Krieg, Armut und Klimawandel Menschen nach Europa, nach Deutschland, ins Ruhrgebiet kommen, dann kann das eine Gesellschaft vor Herausforderungen stellen, aber auch zu neuen Chancen führen. Ängste, Vorurteile und Unwissenheit machen sich rechte Akteur*innen zu nutzen, um durch rassistische Propaganda die Menschen gegeneinander aufzuwiegeln und ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander zu verunmöglichen.

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Stellungnahme zur Anfrage der CDU-Fraktion vom 26. August 2019

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

hiermit möchten wir zur o. g. Anfrage der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Witten (PDF) Stellung beziehen.

Die in der Anfrage gemachte Unterstellung, es handle sich beim Trotz Allem um eine „extremistische Organisation“, entbehrt jeglicher Grundlage und dient einzig und allein der Verleumdung unseres demokratischen und antifaschistischen zivilgesellschaftlichen Engagements in Witten. Unser soziokulturelles Zentrum leistet seit Jahren einen in seiner Form bis heute einzigartigen Beitrag zu Wittens selbstverwalteter, unkommerzieller und unabhängiger (Jugend-)Kultur. Dass die Wittener CDU-Fraktion unser basisdemokratisches Politk- und Kulturverständnis nicht teilt, ist weder verwunderlich, noch besonders ärgerlich, ist es doch kein Geheimnis, dass das Publikum des Trotz Allem sich deutlich weiter links verortet, als der innerhalb seiner Fraktion rechtsaußen zu verortende Werte-Unionler Simon Nowack und seine Mitstreiter, welche die gegen uns gerichteten Anfrage im Wittener Rat unterzeichnet haben. Dass die CDU-Ratsmitglieder aber versuchen, uns in die Ecke der Antidemokraten zu stellen, ist eine einer demokratisch gewählten Partei unwürdige Frechheit, die wir mit dieser Stellungnahme entkräften wollen. Beispielhaft wollen wir hier eine kleine Auswahl unserer Veranstaltungen skizzieren, die in ehrenamtlicher Planung, Organisation und Durchführung seit Neueröffnung des mittlerweile dritten „Trotzes“ in der Wideystraße 44 im Frühjahr 2017 stattgefunden haben.

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Linkes Zentrum „Trotz Allem“ lädt am 10. August 2019 zum Sommerfest

Das selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentrum „Trotz Allem“ in der Wideystraße 44 lädt auch in diesem Jahr wieder seine Nachbarn und alle Freunde des netten Beisammenseins zum gemeinsamen Sommerfest auf den Ossietzkyplatz ein. Zusammen mit weiteren Anwohnern aus dem Viertel haben die Trotz-Macher für den kommenden Samstag zwischen 14 und 22 Uhr ein Stadtteilfest auf dem zentralgelegenen Platz organisiert.

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Sa. 20. Juli: Planungstreffen Sommerfest 2019

Am Samstag den 10. August 2019 veranstaltet das Trotz Allem das dritte Sommerfest am Ossietzkyplatz.

Drei Wochen vorher, am Samstag 20. Juli, laden wir alle Interessierten ein, sich an der Gestaltung des Festes zu beteiligen. Was wollen wir trinken und essen? Welche Aktivitäten können wir anbieten? Wer macht was? Diese und ähnliche Fragen gilt es zu klären.

Sa. 20. Juli 2018, 13:00 Uhr

Programm Mai 2019

Do. 2. 5. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
So. 5. 5. Sonntagscafé (11:00–15:00 Uhr, Mitbring-Frühstück, Kaffee ist vorhanden)
Di. 7. 5. Repression und Eskapismus (ab 19:00 Uhr)
Do. 9. 5. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Di. 14. 5. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Do. 16. 5. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 17. 5. „Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei“ – Buchvorstellung mit Ismail Küpeli (ab 19:30 Uhr)
Fällt aus und soll nachgeholt werden.
Di. 21. 5. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 22. 5. schatten_prismen_seiten – zirkel der theorie (ab 17:00 Uhr)
Do. 23. 5. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 24. 5. Schwarzer Tresen: Bayerische Räterepublik (19:00 Uhr)
Sa. 25. 5. Singabend mit Arbeiterliedern und Liedern feministischer Kämpfe (ab 20:00 Uhr)
Di. 28. 5. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Do. 30. 5. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fällt aus wegen Christi Himmelfahrt.

Programm April 2019

Di. 2. 4. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 3. 4. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Antifa-Café: Frauen im Rechtsextremismus (offen ab 18:00 Uhr, Vortrag ab 19:00 Uhr)
Do. 4. 4. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 5. 4. Menschenrechte – und der Mord an Rosa Luxemburg (ab 19:00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr)
Fällt wegen einer Erkrankung aus, soll aber nachgeholt werden.
So. 7. 4. Sonntagscafé (11:00–15:00 Uhr, Mitbring-Frühstück, Kaffee ist vorhanden)
Di. 9. 4. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 10. 4. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 11. 4. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 12. 4. Max Franz Johann Schnetker: Transhumanistische Mythologie (ab 19:00 Uhr)
Di. 16. 4. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 17. 4. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 18. 4. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Di. 23. 4. Mobi-Vortrag: Kein Raum für rechte Diskurse! Keine Bühne für die AfD! (ab 19:00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 24. 4. Maltag (ab 13:00 Uhr)
Do. 25. 4. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 26. 4. Schwarzer Tresen: Wie Gustav Landauer zum Anarchisten wurde (ab 19:00 Uhr)
Di. 30. 4. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)

Sa. 2. März: Trotz Tanz 3 // 20 Jahre Trotz

Das Trotz wird 20 Jahre alt! In der Zeit ist viel passiert. Demos, Vorträge, Kneipenabende, jede Woche Plenum und so weiter und so fort. Was auch immer zu unseren Stärken gehörte, war das Feiern. Und das soll auch so bleiben! Wir gehen mit dem Trotz Tanz in die dritte Runde und lassen gehörig krachen.

Kommt rum und stoßt auf weitere 100 Jahre an!

Live-Bands von Punk bis bis Jazz und im Anschluss DJs. Das ein oder andere Special wird es auch geben.

Weitere Infos folgen.

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Sa. 2. März 2019, 19:00 Uhr, Treff°

Mi. 13. Februar: Den Mietzockern in die Karten gucken

Witten Haus Schulze-Delitzsch-Straße 23

Wohnungsnot und Mietenwahnsinn sind in aller Munde. Auch in Witten wird es immer schwieriger eine halbwegs nette und bezahlbare Wohnung zu finden und zu behalten. Es gibt in Witten Leute, die genug verdienen, um für eine modernisierte Altbauwohnung 8 € pro qm und mehr zu zahlen. Für die meisten ist das aber zu viel. Besonders für das Viertel der WittenerInnen, deren Einkommen unter der Armutsrisikogrenze liegt. Große Teile der Stadt bestehen aus ehemaligen Sozialwohnungen, die meist von gemeinnützigen Wohnungsunternehmen mit Hilfe günstiger öffentlicher Kredite errichtet wurden und für einige Jahrzehnte nur kostendeckende Mieten aufwiesen. Aber diese Zeiten sind vorbei. In kaum einer anderen Stadt in NRW fallen so viele Sozialwohnungen so schnell aus der Sozialbindung wie in Witten. Neu gebaut werden fast keine Sozialwohnungen. Und was noch schlimmer ist: Ein großer Teil der ehemaligen Sozialwohnungen – ursprünglich meist Werkswohnungen der Stahlindustrie – gehört heute Finanzfonds in Luxemburg oder börsen-notierten Konzernen wie Vonovia und LEG. Für die sind die Wohnungen einerseits Spekulationsmasse, andererseits Mittel, immer mehr Rendite aus den MieterInnen zu quetschen. Etwa mit Hilfe von Modernisierungen, aber auch mit betrügerischen Abrechnungen.

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