Fr. 16. März: We do care! Alles muss man selber machen!

Nurses in class at the Florida State Hospital in Chattahoochee (33480948865)

Die Debatte um die Bedeutung der Reproduktions- oder Carearbeit ist so alt wie die Geschichte der Teilung der Arbeiten in Hand und Kopf, Stadt und Land. Mit den Teilungen der Arbeiten trat die Produktion von Leben und Lebensmitteln in den Hintergrund. In den Mittelpunkt rückten die Produktionen, die Profit erzeugen. Die Teilung der Arbeiten führte zu den Geschlechterverhältnissen, wie wir sie heute kennen. Sie drücken sich aus in der Herrschaft des Mannes über die Frauen und Kinder. Die Arbeiten für das Leben bleiben bei den Frauen und werden im Schatten der Gesellschaft – nahezu unsichtbar – von Frauen erledigt. Sind aber auch Geschlechterverhältnisse Produktionsverhältnisse, wie Frigga Haug behauptet? Ist Sorgearbeit ein „Liebesdienst“ oder aber zentrale Schaltstelle in der Veränderung unserer Gesellschaft? Brauchen wir eine Care Revolution, wie sie von Gabriele Winker gefordert wird? Stehen wir schon mitten drin im Aufstand derer, die das Leben und die dazu nötigen Mittel produzieren? Die großen Streikbewegungen der letzten Jahre fanden in diesen Bereichen statt, aktuell hier in Deutschland in den Krankenhäusern. Welche Forderungen haben die Belegschaften? Welche Kämpfe führen sie? Und welche Bedeutung spielen dabei die Krisen auf den Märkten der Welt? Diese Themen und ihre Debatten wollen wir miteinander führen.

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Workshop: Reproduktion, soziale Revolution und gutes Essen

A Home Economics class receiving instructions on cooking. Ottawa, Ontario, 1959

Wenn wir uns einer Utopie des guten Lebens nähern wollen, ist unabdingbar sich mit der Basis der gesellschaftlichen Verhältnisse zu beschäftigen. Das tat Karl Marx in seinem Werk „Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie“ mit kritischem Blick auf die Produktion. Doch ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens ging dabei unter und zwar die Reproduktion. Reproduktion in einer patriarchalkapitalischen Gesellschaft ist der weiblichen Sphäre zugeordnet und somit ist es der Verdienst feministisch-marxistischer Analyse (und Kritik) die Leerstelle von Marx zu füllen. Mit einem gastrosophischen Workshop will sich die Gustav-Landauer-Bibliothek Witten dem Thema Reproduktion kritisch aber auch mit ein bisschen lebens- bzw. alltagsweltlichem Praxisbezug widmen. Das Essen ist einerseits fundamental für menschliche Existenz und somit auch einer der Hauptaspekte der Reproduktion menschlichen Lebens. Hier trifft sich die Notwendigkeit der Naturaneignung, aber auch der ästhetische Moment der Genusses. Kurz gesagt könnte es so formuliert werden: Ohne gutem Essen kein gutes Leben. Der angedachte Workshop beinhaltet die Lektüre feministisch-marxistischer Theorie und Praxis wie auch das Studieren gastrosophischer Schriften und des einen oder anderen anarchistischen Klassikers. Neben der intellektuellen Auseinandersetzung werden wir auch gemeinsam selbstgekochte Speisen speisen und dabei den Raum haben unsere eigenen Gedanken zum Themenkomplex auszutauschen.

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Sa. 24. Februar 2018, 14:00–18:00 Uhr
So. 25. Februar 2018, 11:00–15:00 Uhr

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Escape – Wenn es doch nur so einfach wäre (Vortragsreihe)

Die Flüchtlingskrise ist in aller Munde. In der Regel steht die Verteilungs- und Finanzierungsproblematik im Mittelpunkt. Im Rahmen dieser Vortragsreihe von Grenzfrei Witten sollen Gründe und Umstände von Flucht näher beleuchtet werden, sowie ein Einblick in die Lebensrealität von Geflüchteten in Deutschland vermittelt werden.

4. 11. Escape – Vortragsreihe Teil 1 – Vortrag von Wolfgang Grenz (Amnesty International) über Fluchtgründe
11. 11. Escape – Vortragsreihe Teil 2 – Vortrag von Wolfgang Grenz (Amnesty International) über Fluchtgründe
25. 11. Escape – Vortragsreihe Teil 3 – Workshop zur Altersbestimmung von Flüchtlingen

(Beginn der Veranstaltungen ist jeweils 19:00 Uhr)

Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

Di. 27. Oktober: Argumentationstraining gegen Flüchtlingshetze

Die Toten Kommen sign

Das Boot ist voll“? – Fuck off!

Wer kennt es nicht – wenn in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Sportverein das Thema Flüchtlinge zur Sprache kommt, kann man in der Regel darauf wetten, dass früher oder später Parolen wie „Das Boot ist voll“ oder „Wir sind nicht das Sozialamt der Welt“ in der Diskussion auftauchen. Weil das natürlich Unsinn ist, wir aber immer wieder die Erfahrung machen, dass es vielen Menschen schwerfällt, dagegen zu argumentieren, wollen wir uns gemeinsam verschiedene Parolen anschauen und überlegen, wie wir sie als falsch entlarven und in der Diskussion mit „besorgten Bürgern“ und vor allem Menschen, die den Unsinn einfach nur nachlabern, widerlegen können.

Eine Veranstaltung der SDAJ Witten.

Di. 27. Oktober 2015, 17:00 Uhr

Do. 23. Juli: Vom Regenwald in den Küchenschrank – Informationsveranstaltung und Mini-Workshop zum Thema Palmöl

Palm oil production in Jukwa Village, Ghana-02

Als billiger Rohstoff ist Palmöl bei der Industrie begehrt und in jedem zweitem Supermarktprodukt enthalten. Neben Lebensmitteln wie Margarine, Schokoaufstrichen, Speiseeis, Keksen, Fertiggerichten, Tiefkühlpizzen und Schokoriegeln findet es in Kerzen, Wasch- und Reinigungsmitteln ebenso wie in der Kosmetik, im Dieseltank und Heizkraftwerk Anwendung. Für all diese Konsumgüter stirbt der Regenwald. Denn für die riesigen Monokulturen der Ölpalmen wird dieser gerodet.

Neben den in den Regenwaldgebieten lebenden Tieren sind auch Menschen durch den Palmöl-Boom massiv bedroht. Allein in Indonesien, wo 45 Millionen Menschen in Wäldern leben, gehen ca. 5.000 Land- und Menschenrechtskonflikte auf das Konto der Palmölindustrie.

Nach einem Kurzfilm und Vortrag, in welchen wir Fragen wie „Was sind die Folgen des Palmöl-Booms? Heizt der Boom das Klima an? Ist Bio-Palmöl umwelt- und sozialverträglich? Wie erkenne ich, ob ein Produkt Palmöl enthält? Was sind Alternativen?…“ auf den Grund gehen, wird es einen Mini-Workshop geben, in dem wir palmölfreie Rezepte für Produkte wie Eis, Margarine, veganen Käse, Schokoladenaufstrich und Seife kennen lernen und auch selber ausprobieren. Dazu solltet ihr bitte passende Transportbehälter (z.B. Gläser mit Deckel etc.) mitbringen.

Do. 23. Juli 2015, 19:30 Uhr

So. 18. Jan.: Vurstproduktionsvorkshop

Wien DSC 3485 (2189708207)

Der Workshop muss leider wieder ausfallen.

Keine Lust mehr auf den ewig gleichen veganen Brotbelag von Alnatura, Biokauf, etc.? – Do it yourself!

Am Sonntag, den 18. Januar 2015, wollen wir ab 14:00 Uhr eine Tofu- und eine SeitanVurstsorte zum Selbstkostenpreis herstellen. Bitte meldet Euch über Kontaktformular, E-Mail, Facebook oder Twitter bis spätestens Donnerstag, den 15. Januar 2015, an, damit wir planen können. Gut wäre, wenn Ihr gerade Gläser mit Schraubdeckel mitbringen würdet. Bei Fragen bitte ’ne Nachricht an das Trotz. 🙂

So. 18. Jan. 2015, 14:00 Uhr

So. 21. Dez.: Vurstproduktionsvorkshop

Wien DSC 3485 (2189708207)

Der Vorkshop muss leider ausfallen und wird wahrscheinlich im Januar 2015 nachgeholt.

Ihr sucht noch ein selbst gemachtes Geschenk auf den letzten Drücker? Eure Verwandtschaft denkt, dass Veganer_innen nur fades Planzenzeugs essen? Belehrt sie eines Besseren!

Am Sonntag, den 21. Dezember 2014, wollen wir ab 12:00 Uhr eine Tofu- und eine SeitanVurstsorte zum Selbstkostenpreis herstellen. Bitte meldet Euch über Kontaktformular, E-Mail, Facebook oder Twitter bis spätestens Freitag, den 19. Dezember 2014, an, damit wir planen können. Gut wäre, wenn Ihr gerade Gläser mit Schraubdeckel mitbringen würdet. Bei Fragen bitte ’ne Nachricht an das Trotz. 🙂

So. 21. Dez. 2014, 12:00 Uhr

Gustav-Landauer-Bibliotheks-Neueröffnungs- und Trotz-Allem-Geburtstagswochenende

Logo Gustav-Landauer-Bibliothek

Nahezu unbemerkt von der Weltöffentlichkeit vollzieht sich in diesem Jahr in Witten ein Ereignis von historischer Bedeutung – das Trotz Allem wird 15 Jahre alt. Wer hätte das gedacht? Einige verarbeiten noch immer ihren Kater von der Eröffnungsparty und jetzt soll das schon 15 Jahre her sein?

Wir nehmen dieses Ereignis zum Anlass Euch zu einem gesellschaftlichen Mega-Event einzuladen: dem Gustav-Landauer-Bibliotheks-Neueröffnungs- und Trotz-Allem-Geburtstagswochenende. Kein Spaß! An gleich zwei Tagen, dem 6. und 7. Dezember 2014, bieten wir Euch die Gelegenheit, das Trotz mal wieder zu besuchen und unsere neu gestaltete Gustav-Landauer-Bibliothek in Augenschein zu nehmen. Am Samstag und Sonntag werden uns Gustav-Landauer-Spezialist*innen in den neuesten Forschungsstand zu unserem Bibliotheks-Namensgeber einführen.

Am Samstag möchten wir außerdem auch mit Euch feiern! Im Anschluss an den Vortrag wird es daher einen geselligen Sektempfang geben, der auch mit anderen Getränken fortgesetzt werden kann.

Kommt daher zahlreich und bringt Eure Freund*innen mit!

Dem unten stehenden Programm könnt Ihr die genauen Termine und Vortragsinhalte entnehmen.

Programm 6. bis 7. Dezember 2014

Samstag 14:00 Uhr Wie alles begann – Jede Bibliothek hat ihre Geschichte
(Kaffee und Kuchen werden serviert.)
15:00 Uhr Workshop
19:30 Uhr Tilman Leder: Die Politik eines Antipolitikers
anschließend Trotz-Allem-Jubiläumsempfang
Sonntag 14:00 Uhr Vorstellung der Gustav-Landauer-Bibliothek und ein kurzer Abriss ihrer Geschichte
(Kaffee und Kuchen werden serviert.)
15:00 Uhr Corinna Kaiser: Gustav Landauer als Schriftsteller – Sprache, Schweigen, Musik
17:00 Uhr Frank Pfeiffer: „Mir leben die Toten…“ – Gustav Landauers Programm des libertären Sozialismus

Workshop

An diese Stelle laden wir euch ein, um mit uns an einem neuen Konzept zu feilen. Welche Ideen habt ihr für eine alternative Bibliothek? Was fehlt? Wie könnte man die Bibliothek noch besser machen?

Sa. 6. Dez. 2014, 15:00 Uhr

Tilman Leder: Die Politik eines Antipolitikers

Vor allem über die „Freie Volksbühne“ kommt Gustav-Landauer in Kontakt mit der sozialdemokratischen Opposition der „Jungen“, deren Vertreter sich nach dem Ausschluss, bzw. freiwilligen Austritt, aus der SPD Ende 1891 als „Verein unabhängiger Sozialisten“ organisieren und eine eigene Zeitung gründen: „Der Sozialist“.

Auch er tritt in den nächsten Monaten dem Verein bei und schreibt sporadisch für das Blatt. Anfang 1893 wird er schließlich Redakteur des „Sozialist“ und ist maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Zeitung zunehmend in anarchistischem Fahrwasser bewegt, wenn auch unter schweren Konflikten mit dem Teil der „Unabhängigen“, der noch sozialdemokratisch orientiert ist und sich schließlich abspaltet.

Sa. 6. Dez. 2014, 19:30 Uhr, anschließend Trotz-Allem-Jubiläumsempfang

Corinna Kaiser: Gustav Landauer als Schriftsteller – Sprache, Schweigen, Musik

Gustav Landauer (1870–1919) ist bekannt als Anarchist, Sozialist, Sozialrevolutionär, Utopist oder gar „Edelanarchist“, als Literaturkritiker und Übersetzer, als Dramaturg und „Theaterphilosoph“, als Beauftragter für „Volksaufklärung, Unterricht, Wissenschaft, Künste und noch so einiges“ der Münchner Räterepublik. In diesem Vortrag wird jedoch eine andere, vernachlässigte Seite Landauers beleuchtet, sein literarisches Schaffen. Anhand von unveröffentlichtem Material aus dem Nachlass wie auch den veröffentlichten Texten wird die Entwicklung der Sprachkritik Landauers nachvollzogen. Zuerst formulierte er seine philosophischen und politischen Ideen kreativ, also in Novellen, Dramen, einem Roman und einem Melodrama. Dabei spielt die Verbindung zu Musik und zum noch jungen Film eine wichtige Rolle. Der Vortrag stellt Landauers Sprachdenken in den Kontext jüdischen Sprachzweifelns und zeigt an seinem Beispiel auf, wie jüdische Autoren sich ein Eingangsportal zu deutscher Kultur schaffen konnten.

So. 7. Dez. 2014, 15:00 Uhr

Frank Pfeiffer: „Mir leben die Toten…“ – Gustav Landauers Programm des libertären Sozialismus

Im Rahmen seines Vortrages stellt Frank Pfeiffer kurz die Leitgedanken der von Landauer entwickelten Lehre eines freiheitlich-sozialistischen Menschheitsbundes vor. Sodann beleuchtet er zwei Versuche des faszinierenden libertären Theoretikers, den von ihm selbst als „antipolitisch“ begriffenen Revolutionsansatz in die Tat umzusetzen, und zwar das Wirken des 1908 gegründeten, ein „Austreten aus dem Kapitalismus“ fordernden Sozialistischen Bundes sowie sein Engagement innerhalb der Münchener Rätebewegung ab November 1918. Abschließend soll die Frage diskutiert werden, inwieweit sich die revolutionären Positionen und Praxiserfahrungen Gustav Landauers für gegenwärtige und zukünftige Emanzipationskämpfe nutzbar machen lassen.

So. 7. Dez. 2014, 17:00 Uhr

Das Buch in der Gustav-Landauer-Bibliothek
  • Frank Pfeiffer:
  • „Mir leben die Toten…“
  • Gustav Landauers Programm des libertären Sozialismus
  • Hamburg: Verlag Dr. Kovač, 2005
  • ISBN: 3830018983
  • Signatur: b-land-1-2
  • Schlagworte: Anarchismus, Biografie, Gustav-Landauer-Sammlung
  • Reihe: Schriften zur Kulturwissenschaft (59)
  • 310 Seiten

So. 18. Nov.: DIY: Veganen Aufschnitt herstellen und haltbar machen

German sausages and cheese

In unserem DIYWorkshop stellen wir veganen Aufschnitt selbst her und konservieren ganz simpel durch Einkochen. Bringt bitte kleine Gläser mit Schraubverschluss mit, oder – falls Ihr Euer Ergebnis lieber einfrieren möchtet (denkt daran, dass im Gefrierfach immer zu wenig Platz ist) – andere kleine Behältnisse.

Außerdem wäre es gut wenn Ihr Euch bis spätestens Samstag vorher kurz anmelden könntet, damit wir nicht zu viele Lebensmittel organisieren oder zu wenig. 🙂

So. 18. Nov. 2012, 14:00 Uhr