Mi. 9. Feb.: Film(ausschnitte) + Diskussion: „Let‘s bring the war home“ – Der amerikanische SDS

[Icon: Rauchverbot]
[Icon: Volxküche]

In der Reihe Facetten des Widerstands knüpfen wir an den letzten Teil über die Bürgerrechts- und Black-Power-Aktivistin Angela Davis an. 1962 gegründet, engagierten sich die SDS („Students for a Democratic Society“) in den ersten Jahren vor allem in der Bürgerrechtsbewegung der Südstaaten, bevor sich die Organisation im Protest gegen den Vietnamkrieg zunehmend radikalisierte und zur führenden Organisation der Neuen Linken in den USA wurde. Ihre Entwicklung, Positionen und Ziele thematisieren wir am 9. Februar.

Mi. 9. Feb. 2011, Beginn 19:30 Uhr

Bei der Veranstaltung herrscht Rauchverbot. Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Mi. 2. Feb.: Dokumentation: „Am Ende der Welt“

[Icon: Volxküche]

Die Sea Shepherd Conservation Society, kurz Sea Shepherd, ist eine militante Umweltschutzorganisation, die sich besonders dem Schutz der Meere und dem Kampf gegen den Walfang, die Robbenjagd sowie gegen unverhältnismäßige Fischerei verschrieben hat. Sea Shepherd ist eine Stiftung und finanziert sich durch Spenden. Die Stiftung wurde 1977 von Paul Watson gegründet, einem der ersten Mitglieder von Greenpeace. Diese Dokumentation zeigt die 3. Antarktischen Kampagne. Begleitet von einem Filmteam wird der bewundernswerte und gefährliche Einsatz gegen eine japanische Walfangflotte gezeigt. Ohne Rücksicht auf persönliche Verluste setzt sich die internationale Mannschaft freiwilliger Helfer für die unermüdliche Vertreibung von Walfängern und den damit verbundenen Schutz von Meerestieren ein. Ein wahres David-gegen-Goliath-Abenteuer.

Mi. 2. Feb. 2011, 20:00 Uhr

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Programm Februar 2011

Di. 1. 2. offener Dienstag ab 19:30 Uhr
(Musik, Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Mi. 2. 2. Dokumentation: „Am Ende der Welt“ (Sea Shepherd) (ab 20:00 Uhr)
Do. 3. 2. Buchvorstellung: „Das Schlachten beenden!“ (ab 19:30 Uhr)
Sa. 5. 2. Party: „Beam me up! (ab 20:00 Uhr)
Mo. 7. 2. Veranstaltung: Albert Camus und seine Freundschaften mit den Libertären (ab 19:30 Uhr)
Di. 8. 2. offener Dienstag ab 19:30 Uhr
(Musik, Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Mi. 9. 2. Film(ausschnitte) + Diskussion: „Let‘s bring the war home“ – Der amerikanische SDS (Beginn 19:30 Uhr)
Do. 10. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Sa. 12. 2. Punkertresen (ab 20:00 Uhr)
(Punk, Crust, Grindcore, und vieles mehr)
Di. 15. 2. offener Dienstag ab 19:30 Uhr
(Musik, Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Mi. 16. 2. Film: „Dänische Delikatessen“ (ab 20:00 Uhr)
Do. 17. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Sa. 19. 2. Lippes Geburtstagsfeier (ab 20:00 Uhr)
Di. 22. 2. offener Dienstag ab 19:30 Uhr
(Musik, Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Mi. 23. 2. Film(ausschnitte) + Diskussion: „The Weather Underground“ – Stadtguerilla in den USA (Beginn 19:30 Uhr)
Do. 24. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Sa. 26. 2. Motto-Party: Filmhelden (ab 20:00 Uhr)

Mo. 7. Feb.: Veranstaltung: Albert Camus und seine Freundschaften mit den Libertären

Mit Lou Marin, Marseille (Verlag Graswurzelrevolution)

Albert Camus erhielt 1957 den Literaturnobelpreis und erlangte daraufhin literarischen Weltruhm. Nahezu unbekannt ist allerdings: Camus hatte zeit seines Lebens vielfältige Kontakte zur französischen und internationalen anarchistischen Bewegung. Er hielt Vorträge, beteiligte sich an Aktionen und trat für Angeklagte vor Gericht ein. Und seine Werke sind von freiheitlichem Denken gekennzeichnet.

Der vergessene Libertäre Albert Camus wird an diesem Abend vorgestellt: Seine Hinwendung zu libertären Ideen nach seiner Bekanntschaft mit der großen französischen Anarchistin Rirette Maîtrejean, die freiheitlichen Aspekte seines philosophischen Hauptwerkes Der Mensch in der Revolte und seine journalistischen Beiträge für anarchistische Zeitungen in den fünfziger Jahren.

Nur vor dem Hintergrund Camus‚ Nähe zu anarchistischen Ideen ist seine gewaltkritische Position zum ersten Algerienkrieg, dem bewaffneten nationalen Befreiungskrieg (1954–62) zu verstehen. Erst im Angesicht der Grausamkeiten des zweiten Algerienkriegs in den Neunzigerjahren zeigte sich, wie vorausschauend Camus‚ Lösungsansätze eines libertären Föderalismus und einer mittelmeerischen Kultur waren. Doch Camus wurde ins Abseits gedrängt, als „Kolonialist des guten Willens“ verspottet. Seine Nationalismus– und Gewaltkritik verhallte ungehört.

Spät, vielleicht zu spät, haben angesichts des jüngsten algerischen Alptraums renommierte LiteratInnen und PolitikerInnen aus dem Maghreb Camus rehabilitiert, dessen politische Aktualität beeindruckend ist.

Mo. 7. Feb. 2011, 19:30 Uhr

[Cover: Ursprung der Revolte]

Buchempfehlung:

Lou Marin:
Ursprung der Revolte
Albert Camus und der Anarchismus

Verlag Graswurzelrevolution
328 Seiten, € 20,50
ISBN 3-9806353-0-9

Hörempfehlung:

Audiomitschnitt der Veranstaltung Albert Camus et l’anarchisme von der Anarchistischen Buchmesse in Biel 2010 (Ogg Vorbis, französisch)

Mo. 31. Jan.: Vortrag: Piraten vor Somalia

[Icon: Rauchverbot]

In der Darstellung somalischer Piraten auch in linken Medien fehlen zwei der handelnden Subjekte in der Regel vollkommen: Die Piraten selbst und die Matrosen auf den piratisierten Schiffen. Der Vortrag nimmt eine andere Sichtweise ein. Er stellt die piratische Praxis vor, ihre sozialen, politischen und historischen Hintergründe und vertritt die These, dass die Armada vor Somalia im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung dazu beitragen wird, dass genau das geschehen wird, was angeblich bekämpft werden soll. Ob im Vortrag auch ein wenig auf die Situation des „maritimen Proletariats“, also der Matrosen auf den Container-Schiffen gesagt werden wird, wird sich zeigen.

Auf der Veranstaltung herrscht Rauchverbot.

Mo. 31. Jan. 2011, 20:00 Uhr

Programm Januar 2011

Di. 4. 1. offener Dienstag ab 19:30 Uhr
(Musik, Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Do. 6. 1. Kurzfilmabend: Internationales Videofestival Bochum (ab 20:00 Uhr)
Di. 11. 1. offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Musik, Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Mi. 12. 1.: Film(ausschnitte) + Diskussion: „Gegen den Muff von 1000 Jahren – der 2. Juni 1967“ (ab 19:30 Uhr, mit Vokü)
Do. 13. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Sa. 15. 1.: Punkertresen (ab 20:00 Uhr)
(Punk, Crust, Grindcore, und vieles mehr)
Di. 18. 1. offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Musik, Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Mi. 19. 1.: Film: Micmacs – Uns gehört Paris!
Do. 20. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 25. 1. offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Musik, Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Mi. 26. 1.: Film(ausschnitte) + Diskussion: „Angela Davis und die amerikanischen Verhältnisse“ (ab 19:30 Uhr, mit Vokü)
Do. 27. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Mo. 31. 1. Vortrag: Piraten vor Somalia (ab 20:00 Uhr)

Mi. 19. Jan.: Film: Micmacs – Uns gehört Paris!

Das Leben des Videothekenangestellten Bazil wird durch Waffengewalt gleich zweimal tragisch bestimmt. Sein Vater stirbt beim Versuch, eine Landmine zu entschärfen, und bei einer Schießerei vor der Videothek wird Bazil als Unbeteiligter verletzt. Seitdem steckt eine Kugel in seinem Kopf. Durch dieses Unglück verliert er seine Wohnung und seine Arbeit. Nach einer Zeit der Obdachlosigkeit kommt Bazil bei einer Gruppe von Außenseitern unter, die in einer Höhle unter einem Müllberg lebt. Fast jeder dieser „Familienmitglieder“ hat eine Begabung: Petit Pierre baut aus Schrott kunstvolle und skurrile Maschinen, Calculette kann mit einem Blick die Welt vermessen, Fracasse ließ sich als menschliche Kanonenkugel in die Höhe schießen, Remington redet fast ausschließlich in Redensarten und La Môme Caoutchouc kann ihren Körper verbiegen.

Bei der Suche nach verwertbarem Sperrmüll entdeckt Bazil zufällig die Konzernzentralen der beiden Waffenproduzenten, deren Produkte sein Leben zu einer Tragödie gemacht haben. Er entwickelt einen Plan, wie er sich gemeinsam mit seinen Freunden an den Waffenfabrikanten rächen kann. Im Stile eines Heist-Movies spielen sie die beiden gegeneinander aus, bis der Waffenproduzent Marconi die Fabrik seines Konkurrenten Thibault de Fenouillet explodieren lässt. Bei der Suche nach belastenden Beweisen wird Bazil aber in der Wohnung von Marconi von beiden Waffenfabrikanten gekidnappt. Dem Team von Bazil gelingt es, Bazil zu befreien und wiederum Thibault de Fenouillet sowie Marconi zu entführen. Den beiden wird suggeriert, dass sie in die Sahara verschleppt wurden. Vermeintlich in Todesgefahr gestehen sie ihre Verbrechen, was auf Video aufgezeichnet und ins Netz gestellt wird. Bazil und die biegsame Dame werden ein Paar.

Text: CC-BY-SA Wikipedia

Mi. 19. Jan. 2011, 20:00 Uhr