Statement zu Paragraf 219a

Schaufenster zum Thema Paragraf 219a: ein T-Shirt, eine Tafel „The choice is yours, sisters“, fünf A4-Zettel und ein A3-Zettel mit Texten

Der Paragraf 219a erschwert die öffentliche und medizinische Aufklärung und Debatte über Schwangerschaftsabbrüche. Dieser Paragraf führt dazu, dass immer weniger Ärzt*innen bereit sind, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen. Anfeindungen, Drohungen und Anzeigen von radikalen Abtreibungsgegner*innen nehmen zu, sowohl gegen Ärzt*innen als auch gegen Hilfesuchende. Dabei führen die Anzeigen häufig zu keiner Verurteilung – trotzdem bleibt die Angst vor Stigmatisierung und Kriminalisierung.

Wir fordern die Streichung des Paragrafen 219a, damit die ohnehin schon schwierige Entscheidung zu einem Schwangerschaftsabbruch nicht von Angst und Gewalt geprägt ist, sondern von Sicherheit und Akzeptanz.

Frauengruppe im Trotz Allem

Der König der Wölfe?

Auf der Facebookseite des Wittener-Bürgermeisters Lars König lässt sich ein Foto finden, welches ihn zusammen mit Vertretern des Integrationsrates beim Besuch des deutsch-türkischen Kulturzentrums im August dieses Jahres zeigt. Das Zentrum ist schon seit Jahren in der Kritik als Agitationsraum für türkische Faschisten, die sogenannten Grauen Wölfe, zu dienen. Die Grauen Wölfe sind eine rechtsradikale und gewalttätige Organisation, die einen ethnisch gereinigten türkischen Staat anstreben, welcher weit über die Grenzen der heutigen Türkei hinausgeht. Ihr tödlicher Hass trifft Kurden, Aleviten und Armenier ebenso wie Juden und politische Feinde erbarmungslos. Schon 2014 sind Videoaufzeichnungen aufgetaucht, die eindeutig faschistische Propaganda des deutsch-türkischen Kulturzentrums belegen. Eine glaubhafte Abkehr von dieser Praxis scheint nicht stattgefunden zu haben. Das Wappen der Ülkücü-Bewegung, also der Grauen Wölfe, thront immer noch gut sichtbar zwischen der deutschen und türkischen Fahne an der Wand. In Frankreich wurden die „Grauen Wölfe“ Ende 2020 aufgelöst, weil sie Diskriminierung und Hass schürten und in Gewalttaten verwickelt seien.

„Der König der Wölfe?“ weiterlesen

Statement zu den lokalpolitischen Geschehnissen rund um den Hackerangriff auf die Wittener Stadtverwaltung

Der Fraktionsvorsitzende der Wittener Piraten, Stefan Borggraefe, war zuletzt mehrfach Hetze in den sozialen Medien ausgesetzt, die von der Wittener CDU, namentlich den beiden Rechtsauslegern Nowack und Oberste-Padtberg, entweder direkt ausging oder aber befeuert wurde.

Hintergrund der Attacken ist, dass in einem anonymen Brief, welcher der WAZ Witten zugespielt wurde, behauptet wird, dass für die Lahmlegung der Wittener Verwaltungs-IT durch einen Hackerangriff ein Konto der Piraten genutzt wurde.

„Statement zu den lokalpolitischen Geschehnissen rund um den Hackerangriff auf die Wittener Stadtverwaltung“ weiterlesen

„Wer hat, der gibt!“: Linkes Bündnis ruft zur Demonstration am 1. Mai auf

Schaufenster des Trotz Allem mit Schriftzug „Heraus zum 1. Mai – Das Problem heißt Kapitalismus – 14:00 Uhr, Kornmarkt“

Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie wird dieses Jahr auch in Witten am ersten Mai wieder demonstriert: Als antikapitalistische Alternative zur traditionellen Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes veranstaltet der Wittener Ableger des in vielen deutschen Großstädten aktiven Bündnis Wer hat, der gibt eine eigene Demonstration. Im Aufruf zu der Veranstaltung heißt es, man wolle „linke Antworten auf die Corona-Krise“, sowie eine „Kritik an den Zuständen und der Regierung“ auf die Straße tragen. „Wir wollen, dass Konzerne und Kapitalisten zur Kasse gebeten werden, um die gesellschaftlichen Folgekosten der Corona-Krise zu bezahlen“, erklärt Malte Steinmann, einer der Initiatoren der Demonstration. „Uns geht es um eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von Oben nach Unten und um einen radikalen sozial-ökologischen und demokratischen Umbau der Wirtschaft.“ Alle Menschen, die diesen Forderungen etwas abgewinnen können, seien herzlich eingeladen, an der Demonstration teilzunehmen. Sogenannte „Querdenker“ und Corona-Leugner hingegen seien ausdrücklich nicht erwünscht: „Wir demonstrieren unter strengen Coronaschutz-Auflagen“, stellt Steinmann klar.

[Icon Mobilizon]

Die Demonstration startet um 14:00 Uhr am Kornmarkt. Die Abschlusskundgebung findet am Platz vor der Stadtgalerie statt. Für diese ist, neben den klassischen Redebeiträgen, auch Live-Musik geplant.

„„Wer hat, der gibt!“: Linkes Bündnis ruft zur Demonstration am 1. Mai auf“ weiterlesen

Von Syndikalisten geführter Streik in Witten

Im März 2020 sollte es einen Schwarzen Tresen zur „Märzrevolution 1920“ und eine Radtour „Auf den Spuren der Roten Ruhrarmee“ geben. Beides musste aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen. Auf dem Schwarzen Tresen wäre folgende Episode vom Referenten Ralph Klein vorgetragen worden. Wir weisen darauf hin, dass das Buch „Kapp-Putsch und ‚Märzrevolution‘ 1920 in Witten“ von Ralph Klein – erschienen im März 2020 – weiterhin im Handel erhältlich ist.

„Von Syndikalisten geführter Streik in Witten“ weiterlesen

Do. 17. Dezember: Rechts Staat – Staat rechts

[Foto: Anti-Nazi-Demonstration in Dresden 2012-02-18 – Polizisten in schwarzen Anzügen und Helm, mit Sturmhaube vermummt]

In den vergangenen Monaten haben immer wieder Enthüllungen über extrem rechte Polizisten und Soldaten für Schlagzeilen gesorgt: Braune Chatgruppen, Waffenfunde, Untergrundnetzwerke, Verbindungen zu Reichsbürgern und Neonazis.

Wie groß ist das Problem? Wie neu ist diese Entwicklung? Sind Angehörige der staatlichen Sicherheitskräfte besonders anfällig für braune Ideologie und wenn ja warum? Darum geht es im Vortrag des Journalisten Thies Marsen.

Der Vortrag wird bei Microsoft Teams gehalten.

[Icon Mobilizon]
[Icon Facebook]

Do. 17. Dezember 2020, 19:30 Uhr, Microsoft Teams

Do. 17. Dezember: Rechts Staat – Staat rechts“ weiterlesen

Gustav-Landauer-Bibliothek Witten dank Open Library in San Francisco teilweise zugänglich

[Foto: Server des Internet Archive mit Wackelaugen ????️]

Server des Internet Archive

Die Gustav-Landauer-Bibliothek Witten in den Räumen des soziokulturellen Zentrums Trotz Allem muss leider aufgrund der allgemeinen Situation bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Ein Teil der Bücher und Broschüren kann aber kostenfrei über die Open Library ausgeliehen und gelesen werden.

Die Spezialbibliothek Gustav-Landauer-Bibliothek Witten wurde 2011 gegründet. Der Name erinnert an den Revolutionär und Philosophen Gustav Landauer, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschiedene Ansätze des Anarchismus (Proudhon, Kropotkin) aufgriff und weiterentwickelte. Die Bibliothek präsentiert vorwiegend Publikationen, die innerhalb des links-alternativen Spektrums verbreitet, gelesen und diskutiert wurden und werden.

„Gustav-Landauer-Bibliothek Witten dank Open Library in San Francisco teilweise zugänglich“ weiterlesen