Fr. 17. Mai: „Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei“ – Buchvorstellung mit Ismail Küpeli

[Cover „Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei“]

Die Veranstaltung muss leider ausfallen. Sie soll aber nachgeholt werden.

Im Rahmen der Veranstaltung wird Ismail Küpeli den von ihm herausgegebenen Sammelband „Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei“ vorstellen. Das Buch stellt einen medial stark unterrepräsentierten Schauplatz der türkischen Staatspolitik in den Fokus der Aufmerksamkeit. Ausgehend von der zentralen Bedeutung der sogenannten „Kurdenfrage“ soll die Perspektive auf die andere Seite der nationalstaatlichen Grenze der Türkei gerichtet werden: nach Rojava. Hier wird zum einen danach gefragt, ob Rojava eine Alternative zum Nationalstaat darstellt. Zum anderen werden die Folgen des Afrin-Krieges sowohl für Rojava als auch für die Türkei selbst betrachtet.

Dabei sollen auch die geschichtlichen Kontinuitäten der „Kurdenfrage“ debattiert werden. Der türkische Staat negiert seit seiner Gründung 1923 die Existenz der kurdischen Bevölkerung in der Türkei und im Nahen Osten. Und selbst heute zielt die türkische Innen– und Außenpolitik darauf ab, die Kurd*innen weder in der Türkei noch in der Region über politische Macht verfügen zu lassen. Der Krieg in den kurdischen Gebieten der Türkei und die Angriffe der Türkei auf die syrisch-kurdische Autonomieregion Rojava sind Facetten der türkischen Politik, die zum Ziel hat, die Kurd*innen in der gesamten Region zurückzudrängen.

Fr. 17. Mai 2019, 19:30 Uhr

Bücher in der Gustav-Landauer-Bibliothek

[Cover „Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei“]
[Cover „Revolution in Rojava“]
[Cover „Befreiung des Lebens“]