Fr. 19. November: Eklat Münster: Das System ist gemein, aber nicht geheim

Vortragsreihe: Antisemitismus hat viele Gesichter – soziokulturelles Zentrum „Trotz Allem“, Wideystraße 44, 58342 Witten, geöffnet ab 19:00 Uhr, Beginn der Vorträge 20:00 Uhr

Der Vortrag „Mobilisierbare Deutsche” von der Gruppe Eklat Münster liefert eine Reflexion der ideologischen Grundaspekte die hinter der Mobilisierung der sogenannten „Corona-Rebellen“ liegen. Er zeigt auf, inwiefern das entfaltete Narrativ den üblichen Mustern von regressiver Gesellschaftskritik und Verschwörungsmythen entspricht. Dadurch wird erklärbar, warum auch unverdächtige Akteur*innen über eine Eigendynamik in die Nähe zu extrem Rechten gelangen konnten – eine tieferliegende Affinität wird offenbart.

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Di. 2. November: Peter Bierl: Die Querdenker: Antisemitismus, Verschwörungsideologie und Anthroposophie

Vortragsreihe: Antisemitismus hat viele Gesichter – soziokulturelles Zentrum „Trotz Allem“, Wideystraße 44, 58342 Witten, geöffnet ab 19:00 Uhr, Beginn der Vorträge 20:00 Uhr

Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, einer okkulten Weltanschauung, die sowohl die Waldorfpädagogik als auch die biologisch-dynamische Landwirtschaft fundiert, war davon überzeugt, dass das Judentum keine Existenzberechtigung mehr habe.

Er integrierte die christlichen Motive des jüdischen Gottesmörders und Gottesleugners in seine esoterische Evolutionslehre, in der Rassen und Völker bestimmte Missionen zu erfüllen haben. Zwar engagierte sich Steiner kurze Zeit im Verein zur Abwehr des Antisemitismus, blieb sich aber in einem Punkt stets treu: Juden müssten sich komplett assimilieren, jede eigenständige jüdische Identität sollte verschwinden. Daraus resultierte seine scharfe Abneigung gegen den Zionismus.

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Vortragsreihe: Die vielen Gesichter des Antisemitismus

Vortragsreihe: Antisemitismus hat viele Gesichter – soziokulturelles Zentrum „Trotz Allem“, Wideystraße 44, 58342 Witten, geöffnet ab 19:00 Uhr, Beginn der Vorträge 20:00 Uhr

Krisen verleiten vielfach zu vereinfachten Erklärungen. Die Komplexität der herrschenden Verhältnisse wird auf wenige Ursachen reduziert, vor allem aber werden Schuldige gesucht, die als Urheber der krisenhaften Entwicklung identitifiziert und verantwortlich gemacht werden können. Die Geschichte des Judentums zeigt auf, dass Antijudaismus und Antisemitismus reflexhaft auf das Bedürfnis antworten, als abstrakt wahrgenommene Bedrohungen in konkrete Bilder zu überführen. Dabei ist dieser Mechanismus keinesfalls ein Alleinstellungsmerkmal rechtsradikaler Ideologien, vielmehr integrieren diverse Ideologien antisemitische Elemente. Die Vortragsreihe will über verschiedene Erscheinungsformen des Antisemitismus informieren. Wir haben mehrere Experten dazu eingeladen, uns und Euch mit diesen Themenfeldern vertraut zu machen und ihre Erklärungsversuche zu diskutieren.

Fr. 22. 10. Jörg Rensmann: Mythos Nakba
Di. 2. 11. Peter Bierl: Die Querdenker: Antisemitismus, Verschwörungsideologie und Anthroposophie
Fr. 12. 11. Konzert: Artists against Antisemitism (Treff°, ab 19:30 Uhr)
Fr. 19. 11. Eklat Münster: Das System ist gemein, aber nicht geheim
Fr. 26. 11. Stefan Vennmann: Die Ideologie des Ethnopluralismus. Politiktheoretische Aspekte des neurechten Antisemitismus
Di. 30. 11. Alex Feuerherdt: Die unheimliche Popularität der Israelkritik
Fr. 10. 12. Niklas Woywod: Zwischen Revolution und Reaktion. Antisemitische Strömungen in der deutschen Linken

Geöffnet: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Gefördert von „Demokratie Leben“.

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Fr. 22. Oktober: Jörg Rensmann: Mythos Nakba

Vortragsreihe: Antisemitismus hat viele Gesichter – soziokulturelles Zentrum „Trotz Allem“, Wideystraße 44, 58342 Witten, geöffnet ab 19:00 Uhr, Beginn der Vorträge 20:00 Uhr

Am 14. Mai 1948 wird mit der Verlesung der Unabhängigkeitserklärung durch Ben Gurion der Staat Israel gegründet. Einen Tag später überfallen arabische Armeen Israel; der erste arabisch-israelische Krieg beginnt. Araber Palästinas bezeichnen diese Phase von kriegsbedingter Flucht und Vertreibung als Nakba, als Katastrophe, und weisen Israel die Schuld daran zu. Unter anderem fordern sie bis heute ein Recht auf Rückkehr ins Kernland Israel. Jörg Rensmann wird erläutern, was diese Forderung heute politisch bedeutet und wird die Gründungsgeschichte des jüdischen und demokratischen Staates Israel anhand von Fakten gegen Mythen nachzeichnen.

[Icon Mobilizon]

Fr. 22. Oktober 2021, geöffnet: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Diese Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe Die vielen Gesichter des Antisemitismus.

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Fr. 12. November: Konzert: Artists against Antisemitism

Ein junger Mann (Ben Salomo) sitzt vor einem Außenbaskettballplatz auf einer Betonbank

Im Rahmen des UNMÖGLICH Festival in Kooperation mit der Werk°Stadt.

Die deutsche Hip-Hop-Szene ist ein Spiegel der deutschen Gesellschaft. Ihre Mitglieder sind so antisemitisch, wie die Gesellschaft insgesamt. Ein besser oder schlechter, ein mehr oder weniger gibt es nicht. Dennoch gibt es Unterschiede. Und die können Leben verändern. Wie im Fall des Berliner Rappers Ben Salomo. Sein RapbattleShowRap am Mittwoch“ war die erfolgreichste Veranstaltung dieses Formats im deutschsprachigen Raum. Wegen zunehmenden antisemitischen Anfeindungen stellte er die Reihe im Jahr 2018 ein. Über sein Leben als jüdischer Rapper in Deutschland hat er ein Buch geschrieben.

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Sa. 6. November: Lesung: Influencer – Die Ideologie der Werbekörper

[Cover: Influencer – Die Ideologie der Werbekörper]

Im Rahmen des UNMÖGLICH Festival in Kooperation mit der Werk°Stadt.

Für Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt sind die Influencer symptomatische Sozialfiguren unserer Zeit. In der Abstiegsgesellschaft scheinen noch einmal Aufstiegsträume wahr zu werden, der Spätkapitalismus hübscht sein Gesicht mit Filtern und Photoshop auf, mit einer revolutionären Form der Werbung komplettieren Instagrammer und Youtuber das Geschäftsmodell des kommerziellen Internets. Bei aller ausgestellten Modernität, so Nymoen und Schmitt, beeinflussen die Influencer jedoch noch in einer weiteren Hinsicht den Zeitgeist: Indem sie rückwärtsgewandte Rollenbilder, Konsumismus und rigide Körpernormen propagieren, leisten sie einem konservativen Backlash Vorschub.

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Aufruf zum Aktionstag von „Wer hat, der gibt!“

Bundesweiter Aktionstag: 100 Milliarden Euro kassierten Milliardär*innen in der Pandemie. Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten. Demo: Samstag, 21. August 2021, 11:00 Uhr, Karl-Marx-Platz, Witten

Die Corona-Krise hat zuletzt unmittelbar gezeigt, dass Reichtum und Wohlstand in Deutschland krass ungerecht verteilt sind. Während deutsche Milliardäre weitere 100 Milliarden Euro in ihre Kasse stecken konnten, waren Normal- und Geringverdiener damit beschäftigt, sich irgendwie über Wasser zu halten. Wer wegen des Lockdowns plötzlich auf Homeoffice umzusteigen hatte, musste sich seinen Arbeitsplatz allzu oft privat ausstatten. Das bedeutet dann mal eben, einen Monatslohn für Computer, Drucker und andere Arbeitsgeräte ausgeben zu müssen. All das ist in Deutschland so selbstverständlich, wie dass es hier keine Vermögenssteuer gibt und eine Erbschaftssteuer, die ihren Namen nicht verdient. Kapitalerträge werden bei uns weiterhin geringer besteuert als Einkommen aus Arbeit. Kurz: Das System ist darauf angelegt, dass Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden. Das ist ein unerträglicher Zustand, den wir nicht länger hinnehmen wollen. Wir fordern: Lasst die Reichen für die Krise zahlen! Unsere Armut ist die Kehrseite eures Reichtums. Wir können uns euren Reichtum nicht mehr leisten! Vermögende müssen die Hauptlasten der Corona- und der Klimakrise tragen, denn: Wer hat, der gibt!

[Icon Mobilizon]

Kommt daher zum bundesweiten Aktionstag am Samstag, 21. August 2021, um 11:00 Uhr auf den Karl-Marx-Platz

Di. 24. August: Diskussion: Gewerkschaft, aber wie?

[Foto: Streik vor dem Lager von Gorrillas in Berlin im Jahr 2021; diverse Menschen auf Fahrrädern vor einem Ladenlokal in der Dämmerung]

Aus der europäischen Arbeiterbewegung sind die Gewerkschaften hervorgegangen und setzen sich seit ihrem Bestehen für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmung, für Arbeitszeitverkürzungen ein und waren schon immer ein zentrales Kampffeld der Linken. Gerade die Corona-Krise hat die Ungerechtigkeiten des Kapitalismus sichtbarer gemacht und weiter verstärkt. Doch wie kann in Zeiten von Neoliberalismus, Digitalisierung und Outsourcing eine revolutionäre Gewerkschaft aussehen?

Darüber diskutieren ein Vertreter der Basisgewerkschaft FAU und ein Genosse der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di.

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