Programm Februar 2018

Do. 1. 2. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
So. 4. 2. Offener Sonntag (11:00–15:00 Uhr, Mitbring-Frühstück, Kaffee ist vorhanden)
Di. 6. 2. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 7. 2. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 8. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 13. 2. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 14. 2. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 15. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 16. 2. David Schneider: Macht kaputt, was euch kaputt macht (ab 19:30 Uhr)
Di. 20. 2. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 21. 2. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 22. 2. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 23. 2. Schwarzer Tresen: Postanarchismus – Revisionen, Erneuerungen, Brüche (ab 19:00 Uhr)
Sa. 24. 2. Workshop: Reproduktion, soziale Revolution und gutes Essen (14:00–18:00 Uhr)
So. 25. 2. Workshop: Reproduktion, soziale Revolution und gutes Essen (11:00–15:00 Uhr)
Mo. 26. 2. Salon des Zuhörens: Weiteres zu den Themen Frauenhäuser, sexualisierte Gewalt und Femizid (ab 19:00 Uhr)
Di. 27. 2. Schattenspiel (ab 19:00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 28. 2. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)

Di. 27. Februar: Schattenspiel

MCMF Comic

Vorgestellt wird die Arbeit des DIYSchattenspiel-Projektes, welches im Rahmen des Förderexperimentes Wem gehört die Kunst stattfindet. Nachdem eine Projektionsfläche für die Schatten entworfen und umgesetzt wurde, geht es in die nächste Experimentierphase: Durch Ausprobieren werden Bilder und Szenerien entwickelt. Im Anschluss an die Vorstellung des Erarbeiteten darf gerne selbst ausprobiert werden!

Di. 27. Februar 2018, 19:00 Uhr

Mo. 26. Februar: Salon des Zuhörens: Weiteres zu den Themen Frauenhäuser, sexualisierte Gewalt und Femizid

A Russian poster urging open your eyes - against women being abused

In der Gegenwart von gedankenlosem Geplärre und bezugslosem Aufmerksamkeitsdruck wollen wir uns treffen, um einen Raum zu eröffnen, in dem mensch sich ein bisschen stillen Fokus gönnen kann. Fokus meint hier, die Aufmerksamkeit auf etwas Konkretes zu richten, und das über den Modus des Zuhörens. Es gibt die Möglichkeit, sich über Hörbeiträge bestimmten Themen zu widmen, oder Menschen kennenzulernen, die eine Erfahrung gemacht haben, welche ihr Leben weiterprägt. Einerseits geht es um die Auseinandersetzung mit unserer Umwelt und all den Dingen, ob schrecklich oder schön, die im Getöse untergehen. Andererseits darf es auch ein Raum zum entspannten Bezugnehmen sein. Ein Raum, in dem wir uns mit brenzligen Dingen beschäftigen und uns, da wir es gemeinsam tun, dabei auffangen und unterstützen, wenn es belastend wird.

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Workshop: Reproduktion, soziale Revolution und gutes Essen

A Home Economics class receiving instructions on cooking. Ottawa, Ontario, 1959

Wenn wir uns einer Utopie des guten Lebens nähern wollen, ist unabdingbar sich mit der Basis der gesellschaftlichen Verhältnisse zu beschäftigen. Das tat Karl Marx in seinem Werk „Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie“ mit kritischem Blick auf die Produktion. Doch ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens ging dabei unter und zwar die Reproduktion. Reproduktion in einer patriarchalkapitalischen Gesellschaft ist der weiblichen Sphäre zugeordnet und somit ist es der Verdienst feministisch-marxistischer Analyse (und Kritik) die Leerstelle von Marx zu füllen. Mit einem gastrosophischen Workshop will sich die Gustav-Landauer-Bibliothek Witten dem Thema Reproduktion kritisch aber auch mit ein bisschen lebens- bzw. alltagsweltlichem Praxisbezug widmen. Das Essen ist einerseits fundamental für menschliche Existenz und somit auch einer der Hauptaspekte der Reproduktion menschlichen Lebens. Hier trifft sich die Notwendigkeit der Naturaneignung, aber auch der ästhetische Moment der Genusses. Kurz gesagt könnte es so formuliert werden: Ohne gutem Essen kein gutes Leben. Der angedachte Workshop beinhaltet die Lektüre feministisch-marxistischer Theorie und Praxis wie auch das Studieren gastrosophischer Schriften und des einen oder anderen anarchistischen Klassikers. Neben der intelektuellen Auseinandersetzung werden wir auch gemeinsam selbstgekochte Speisen speisen und dabei den Raum haben unsere eigenen Gedanken zum Themenkomplex auszutauschen.

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Sa. 24. Februar 2018, 14:00–18:00 Uhr
So. 24. Februar 2018, 11:00–15:00 Uhr

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Fr. 23. Februar: Schwarzer Tresen: Postanarchismus – Revisionen, Erneuerungen, Brüche

Eine Einführung von Jürgen Mümken

Jürgen Mümken LiMesse 2014

Die Angst, mit der Vorsilbe „Post-“ alle Errungenschaften des sich daran Anschließenden für endgültig vorüber und die damit verbundenen Ansprüche für überholt zu erklären, hatte auch schon die Debatte um die Postmoderne geprägt. Allerdings verweist das Präfix, ähnlich wie bei postmoderner Philosophie oder postkolonialer Kritik, keinesfalls auf ein für alle mal Vergangenes. Der „klassische“ Anarchismus ist nicht passé, bedarf aber angesichts theoretischer Entwicklungen und veränderter Verhältnisse – Globalisierung und Neoliberalismus – einiger Weiterentwicklung.

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Fr. 16. Februar: David Schneider: Macht kaputt, was euch kaputt macht

Nursing and care of the nervous and the insane (1915) (14742524086)

Am 28. August 2017 gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in Oldenburg die Ermittlungsergebnisse der Sonderkommission Kardio bekannt: der frühere Krankenpfleger Niels Högel soll zwischen 2000 und 2005 in zwei Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst mindestens 90 Menschen umgebracht haben. Högel, der in den Intensivstationen der beiden Krankenhäuser tätig war, hatte einer bis dato unbekannten Anzahl von schwerkranken Patienten Medikamente injiziert, die unter anderem Herzversagen auslösen. Högel habe immer wieder Patienten überdosiert und sie im Anschluss wiederbelebt, um bei erfolgreicher Mission vor Kollegen als Lebensretter dazustehen. Im Fokus der Ermittler standen neben dem Krankenpfleger auch verantwortliche Mitarbeiter der betroffenen Kliniken. In beiden Krankenhäusern habe es anlässlich der auffällig hohen Todesraten Gerüchte, aber keine Konsequenzen gegeben. Der zuständige Polizeichef vermerkte, dass die Morde hätten verhindert werden können, wenn in den betreffenden Kliniken den Verdachtsmomenten nachgegangen worden wäre.

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Programm Januar 2018

Di. 2. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 4. 1. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
So. 7. 1. Offener Sonntag (11:00–15:00 Uhr, Mitbring-Frühstück, Kaffee ist vorhanden)
Di. 9. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 11. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 16. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 18. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 23. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 25. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 26. 1. schatten_prismen_seiten: varieté horrible (ab 20:00 Uhr, Treff°)
Mo. 29. 1. Salon des Zuhörens (ab 19:00 Uhr)
Di. 30. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)

Fr. 26. Januar: schatten_prismen_seiten: Varieté horrible

Oysters small

Wir schwanken dazwischen dem Horror zu begegnen oder ihm zu entrinnen. Doch welcher Horror ist das eigentlich, der uns ständig begegnet? Und was haben wir von diesen zwei Bewegungen? Sind wir nicht selbst Teil des uns auferlegten Horrors? Dann wäre es unmöglich ihn zu verleugnen und wenn wir es täten, bräche er sich bei Gelegenheit Bahn und wir würden von ihm überwältigt. Das Verhältnis von Realität und Fiktion wird hier mehr und mehr undurchsichtig. Einerseits wird z.B. der Serienkiller bzw. Psychopath zu einem Fetischobjekt im popkulturellen Feld und andererseits wird der alltägliche Horror z.B. patriarchaler Gewalt bagatellisiert oder ignoriert. Damit wir weiterhin zur Lohnarbeit gehen können, verdrängen wir den eigens erlebten Albtraum und sind Teil der gegenwärtigen Ausbeutung von Mensch und Natur, die tendenziell in Richtung Apokalypse geht. So gesehen, sind die Zukunftsaussichten nicht heller als die Gegenwart. Das Grauen mit Blick auf die Zukunft lässt uns die Gegenwart noch hoffnungsloser erscheinen und mensch könnte meinen, der Horror aus der Zukunft drängt sich uns gegenwärtig schon auf. Leben erscheint dadurch als das Untote und Existenz ist zum Scheitern verurteilt. Eskapismus als aversive Reaktion, entweder in der Ausblendung einer Perspektive der Zukunft, oder eben als Depression bis hin zum Freitod, könnte eine Art des Umgangs damit sein. Doch wäre eben dies nicht die Bestätigung der vorherigen These der Gegenwart des Untoten?

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