Stadtrundgang am 9. November

Witten Synagoge

Am 9. November jährt sich der Pogrom von 1938, der sich gegen die jüdische Bevölkerung richtete. Er traf die jüdischen Wittenerinnen und Wittener mit ganzer Gewalt. Ihre Synagoge an der Breite Straße wurde niedergebrannt, ihre Geschäfte wurden geplündert, ihre Wohnungen verwüstet. Jüdische Männer wurden verhaftet und in Konzentrationslager eingeliefert. Seit Jahren waren die in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden systematisch verfolgt und entrechtet worden. Arbeit und Einkommen waren ihnen genommen worden, viele konnten ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten. Ihr Besitz wurde beschlagnahmt oder musste zu einem Schnäppchenpreis verkauft werden. Der Pogrom steigerte ihre Verfolgung zur Vernichtung. Jüdische Wittenerinnen und Wittener durften nur noch in bestimmten Häusern wohnen. Sie mussten den gelben Stern tragen und 1942 begann ihre Deportation.

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Programm November 2017

Do. 2. 11. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
Mo. 6. 11. Salon des Zuhörens (ab 19:00 Uhr)
Di. 7. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 9. 11. Stadtrundgang (ab 15:30 Uhr, Humboldtplatz)
Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 14. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 15. 11. Cannabis in Jugendkulturen (ab 19:30 Uhr)
Do. 16. 11. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 21. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 22. 11. David Schneider: Macht kaputt, was euch kaputt macht (ab 19:30 Uhr)
Do. 23. 11. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Mo. 27. 11. Salon des Zuhörens (ab 19:00 Uhr)
Di. 28. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 30. 11. Was haben Alkohol, Cannabis & Co. mit Demokratie zu tun? (ab 19:30 Uhr)

Dezember 2017

Di. 5. 12. Shore, Stein, Papier (ab 19:00 Uhr)

Mo. 6. und 27. November: Salon des Zuhörens

Munkácsy A zeneszoba

In der Gegenwart von gedankenlosem Geplärre und bezugslosem Aufmerksamkeitsdruck wollen wir uns treffen, um einen Raum zu eröffnen, in dem mensch sich ein bisschen stillen Fokus gönnen kann. Fokus meint hier, die Aufmerksamkeit auf etwas Konkretes zu richten, und das über den Modus des Zuhörens. Es gibt die Möglichkeit, sich über Hörbeiträge bestimmten Themen zu widmen, oder Menschen kennenzulernen, die eine Erfahrung gemacht haben, welche ihr Leben weiterprägt. Einerseits geht es um die Auseinandersetzung mit unserer Umwelt und all den Dingen, ob schrecklich oder schön, die im Getöse untergehen. Andererseits darf es auch ein Raum zum entspannten Bezugnehmen sein. Ein Raum, in dem wir uns mit brenzligen Dingen beschäftigen und uns, da wir es gemeinsam tun, dabei auffangen und unterstützen, wenn es belastend wird.

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Mi. 22. November: David Schneider: Macht kaputt, was euch kaputt macht

Nursing and care of the nervous and the insane (1915) (14742524086)

Am 28. August 2017 gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in Oldenburg die Ermittlungsergebnisse der Sonderkommission Kardio bekannt: der frühere Krankenpfleger Niels Högel soll zwischen 2000 und 2005 in zwei Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst mindestens 90 Menschen umgebracht haben. Högel, der in den Intensivstationen der beiden Krankenhäuser tätig war, hatte einer bis dato unbekannten Anzahl von schwerkranken Patienten Medikamente injiziert, die unter anderem Herzversagen auslösen. Högel habe immer wieder Patienten überdosiert und sie im Anschluss wiederbelebt, um bei erfolgreicher Mission vor Kollegen als Lebensretter dazustehen. Im Fokus der Ermittler standen neben dem Krankenpfleger auch verantwortliche Mitarbeiter der betroffenen Kliniken. In beiden Krankenhäusern habe es anlässlich der auffällig hohen Todesraten Gerüchte, aber keine Konsequenzen gegeben. Der zuständige Polizeichef vermerkte, dass die Morde hätten verhindert werden können, wenn in den betreffenden Kliniken den Verdachtsmomenten nachgegangen worden wäre.

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Pressemitteilung zur Veranstaltungsreihe zu Demokratie und Rausch im soziokulturellen Zentrum Trotz Allem

Im Rahmen der Wittener Partnerschaft für Demokratie und gefördert durch Mittel des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ veranstaltet das soziokulturelle Zentrum Trotz Allem im Herbst diesen Jahres die Veranstaltungsreihe „Verantwortung übernehmen! Jugendkultur, Risikokompetenz und Demokratie“. Ab Mitte Oktober werden an drei Mittwochen ab 19:30 Uhr verschiedene Aspekte von Rausch und Demokratie und ihrem Verhältnis zueinander beleuchtet.

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Do. 30. November: Was haben Alkohol, Cannabis & Co. mit Demokratie zu tun?

Vortrag von Dr. Henrik Jungaberle

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Dr. Henrik Jungaberle ist Sozialwissenschaftler mit den Schwerpunkten Präventions- und Drogenforschung. Er ist als Vorstand und Geschäftsführender Direktor von FINDER tätig, einer unabhängigen Non-Profit-Organisation in Berlin. FINDER führt Weiterbildung und Forschung im Schnittfeld zwischen Prävention und Drogenforschung durch.

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Programm Oktober 2017

Di. 3. 10. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 5. 10. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 10. 10. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 11. 10. Kulturgeschichtliche Anmerkungen zum Cannabisrausch und seiner Verhinderung (ab 19:30 Uhr)
Do. 12. 10. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 17. 10. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 18. 10. Das Gegenteil von Grau (ab 19:30 Uhr)
Do. 19. 10. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 20. 10. Trotz-Konzert im Treff° (ab 19:00 Uhr, Treff°, € 4,–)
Di. 24. 10. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 25. 10. Schnaps und Bier (ab 19:30 Uhr)
Do. 26. 10. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 31. 10. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)

Verantwortung übernehmen! Jugendkultur, Risikokompetenz & Demokratie

Vortragsreihe im Herbst 2017

Im Rahmen der Wittener Partnerschaft für Demokratie und gefördert durch Mittel des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ veranstaltet das soziokulturelle Zentrum Trotz Allem im Herbst diesen Jahres die Veranstaltungsreihe „Verantwortung übernehmen! Jugendkultur, Risikokompetenz und Demokratie“.

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Mi. 25. Oktober: Schnaps und Bier

Bundesarchiv Bild 183-D0109-0008-001, Rostock, Blick in Kneipe "Kogge"

Kultische Trinkgelage und gesellige Saufereien begleiteten den Menschen seit jeher. Dabei gab es deutliche soziale Unterschiede in den Trinkgewohnheiten. Weder die auf Nüchternheit erpichten Reformatoren noch obrigkeitliche Verbote schafften es, den Leuten den Genuss von Alkohol zu vermiesen – abgesehen davon, dass auch Adel und Bürger große Mengen Alkohols konsumierten. Zur Zeit der Industrialisierung wurde das Grundnahrungsmittel Bier durch Schnaps abgelöst. Feste und Feiern, Jahrmärkte und kirchliche Feiertage, Taufen und Leichenschmäuse boten immer einen Anlass zum Trinken. Der hochprozentige Schnaps bot dem Proletariat zudem die Möglichkeit, ihre Armut, die Unerträglichkeit ihrer Lebensumstände und die gnadenlose Härte der Lohnarbeit vorübergehend zu vergessen. In der entstehenden Arbeiterbewegung spielten Wirtshäuser eine große Rolle. Oscar Wilde kommentierte: „Arbeit ist der Fluch der trinkenden Klasse“.

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