Veranstaltungsreihe: „… die Gesinnung der Canaille“ – Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus (Teil 2)

2018 jähren sich zum 80. Mal die nationalsozialistischen Novemberpogrome. Auch die Wittener Jüdinnen und Juden wurden von antisemitischen Männerhorden angegriffen und die Wittener Synagoge wurde niedergebrannt. Aus Anlass dieses traurigen Jahrestages hat das soziokulturelle Zentrum „Trotz Allem“ in Kooperation mit dem Stadtarchiv Witten und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten eine Veranstaltungsreihe zu den Themen Antisemitismus und Erinnerungskultur konzipiert. Unterstützt wird die Reihe von dem Wittener Ortsverband der Grünen und dem Jugendforum des Jugendrings Witten.

Während im ersten Teil der Reihe aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus in den Blick genommen wurden, wird sich der zweite Teil der Reihe mit dem historischen Antisemitismus sowie heutiger Erinnerungskultur und Gedenkpolitik beschäftigen. Dazu sind bisher drei Veranstaltungen vorgesehen: Am Mittwoch, dem 12. September 2018 starten wir mit einer Filmvorstellung im Kino des Haus Witten. Gezeigt wird mit „Triumph des guten Willens. Ein politisches Portrait über Eike Geisel“, ein Film, der das Werk eines der wohl prononciertesten Kritiker der „Wiedergutwerdung der Deutschen“ würdigt. Am 24. Oktober 2018 werden wir in einer Diskussionsveranstaltung über die „Kritik unserer Erinnerungskultur“ reden. Wir wollen das Gedenken an die Novemberpogrome 1938 in Witten thematisieren und insbesondere die Frage aufwerfen, wie ein zeitgemäßes Gedenken aussehen könnte, dass sich weniger für dessen Beitrag zu irgendeiner Identität interessiert, sondern das sich an der Wirklichkeit des historischen und aktuellen Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft orientiert. Beschlossen wird die Reihe schließlich am 8. November 2018 mit einem Vortrag von Ralph Klein, der in einer mikrohistorischen Studie die Ereignisse des 9./10. November 1938 in Witten (re-)konstruiert hat.

Eingeladen zur Veranstaltungsreihe sind alle, die sich vom Programm unserer Reihe angesprochen fühlen. Die Teilnahme ist kostenfrei und bedarf keiner Anmeldung. Ausdrücklich ausgenommen von dieser Einladung sind Personen, die dem rechtsextremen oder islamistischen Spektrum angehören und antisemitische und/oder rassistische Positionen vertreten. Die Organisatoren behalten sich vor, von Ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Die Veranstaltungen im Einzelnen:

Mi. 12. September Filmvorführung: Triumph des guten Willens. Ein politisches Portrait über Eike Geisel Haus Witten
Mi. 24. Oktober Zur Kritik unserer Erinnerungskultur – Das Gedenken an die Novemberpogrome 1938 in Witten Trotz Allem
Do. 8. November Vortrag: Ralph Klein: Die Novemberpogrome 1938 in Witten Stadtarchiv Witten
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Für alle Veranstaltungen gilt: Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt frei

Bücher in der Gustav-Landauer-Bibliothek

[Cover „„Antisemit, das geht nicht unter Menschen“ 1“]
[Cover „„Antisemit, das geht nicht unter Menschen“ 2“]
[Cover „„Unser Hotel ist judenfrei““]
[Cover „Psychoanalyse des Antisemitismus“]
[Cover „Krise und Antisemitismus“]
[Cover „„Es ist ein Unmensch keines Mitleids fähig““]
[Cover „Eine Stadt sucht einen Mörder“]