Fr. 16. Februar: David Schneider: Macht kaputt, was euch kaputt macht

Nursing and care of the nervous and the insane (1915) (14742524086)

Am 28. August 2017 gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in Oldenburg die Ermittlungsergebnisse der Sonderkommission Kardio bekannt: der frühere Krankenpfleger Niels Högel soll zwischen 2000 und 2005 in zwei Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst mindestens 90 Menschen umgebracht haben. Högel, der in den Intensivstationen der beiden Krankenhäuser tätig war, hatte einer bis dato unbekannten Anzahl von schwerkranken Patienten Medikamente injiziert, die unter anderem Herzversagen auslösen. Högel habe immer wieder Patienten überdosiert und sie im Anschluss wiederbelebt, um bei erfolgreicher Mission vor Kollegen als Lebensretter dazustehen. Im Fokus der Ermittler standen neben dem Krankenpfleger auch verantwortliche Mitarbeiter der betroffenen Kliniken. In beiden Krankenhäusern habe es anlässlich der auffällig hohen Todesraten Gerüchte, aber keine Konsequenzen gegeben. Der zuständige Polizeichef vermerkte, dass die Morde hätten verhindert werden können, wenn in den betreffenden Kliniken den Verdachtsmomenten nachgegangen worden wäre.

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Programm Januar 2018

Di. 2. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 4. 1. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
So. 7. 1. Offener Sonntag (11:00–15:00 Uhr, Mitbring-Frühstück, Kaffee ist vorhanden)
Di. 9. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 11. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 16. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 18. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 23. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 25. 1. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 26. 1. schatten_prismen_seiten: varieté horrible (ab 20:00 Uhr, Treff°)
Mo. 29. 1. Salon des Zuhörens (ab 19:00 Uhr)
Di. 30. 1. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)

Fr. 26. Januar: schatten_prismen_seiten: Varieté horrible

Oysters small

Wir schwanken dazwischen dem Horror zu begegnen oder ihm zu entrinnen. Doch welcher Horror ist das eigentlich, der uns ständig begegnet? Und was haben wir von diesen zwei Bewegungen? Sind wir nicht selbst Teil des uns auferlegten Horrors? Dann wäre es unmöglich ihn zu verleugnen und wenn wir es täten, bräche er sich bei Gelegenheit Bahn und wir würden von ihm überwältigt. Das Verhältnis von Realität und Fiktion wird hier mehr und mehr undurchsichtig. Einerseits wird z.B. der Serienkiller bzw. Psychopath zu einem Fetischobjekt im popkulturellen Feld und andererseits wird der alltägliche Horror z.B. patriarchaler Gewalt bagatellisiert oder ignoriert. Damit wir weiterhin zur Lohnarbeit gehen können, verdrängen wir den eigens erlebten Albtraum und sind Teil der gegenwärtigen Ausbeutung von Mensch und Natur, die tendenziell in Richtung Apokalypse geht. So gesehen, sind die Zukunftsaussichten nicht heller als die Gegenwart. Das Grauen mit Blick auf die Zukunft lässt uns die Gegenwart noch hoffnungsloser erscheinen und mensch könnte meinen, der Horror aus der Zukunft drängt sich uns gegenwärtig schon auf. Leben erscheint dadurch als das Untote und Existenz ist zum Scheitern verurteilt. Eskapismus als aversive Reaktion, entweder in der Ausblendung einer Perspektive der Zukunft, oder eben als Depression bis hin zum Freitod, könnte eine Art des Umgangs damit sein. Doch wäre eben dies nicht die Bestätigung der vorherigen These der Gegenwart des Untoten?

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Programm Dezember 2017

Mo. 4. 12. Salon des Zuhörens (ab 19:00 Uhr)
Di. 5. 12. Shore, Stein, Papier (ab 19:00 Uhr)
Do. 7. 12. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
Sa. 9. 12. Denkwerkstatt (ab 11:00 Uhr)
Mo. 11. 12. Salon des Zuhörens (ab 19:00 Uhr)
Di. 12. 12. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 13. 12. Offener Abend (ab 19:30 Uhr)
Do. 14. 12. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 19. 12. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 21. 12. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 26. 12. Offener Weihnachtsdienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 28. 12. Plenum (ab 20:00 Uhr)
So. 31. 12. Silvester (ab 20:00 Uhr)

Mo. 11. Dezember: Salon des Zuhörens

Ex-servicewomen learning manicure techniques

In der Gegenwart von gedankenlosem Geplärre und bezugslosem Aufmerksamkeitsdruck wollen wir uns treffen, um einen Raum zu eröffnen, in dem mensch sich ein bisschen stillen Fokus gönnen kann. Fokus meint hier, die Aufmerksamkeit auf etwas Konkretes zu richten, und das über den Modus des Zuhörens. Es gibt die Möglichkeit, sich über Hörbeiträge bestimmten Themen zu widmen, oder Menschen kennenzulernen, die eine Erfahrung gemacht haben, welche ihr Leben weiterprägt. Einerseits geht es um die Auseinandersetzung mit unserer Umwelt und all den Dingen, ob schrecklich oder schön, die im Getöse untergehen. Andererseits darf es auch ein Raum zum entspannten Bezugnehmen sein. Ein Raum, in dem wir uns mit brenzligen Dingen beschäftigen und uns, da wir es gemeinsam tun, dabei auffangen und unterstützen, wenn es belastend wird.

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Lesekreis zu Theodor W. Adorno: Negative Dialektik

FFM Adorno-Denkmal Metronom 1

Ein Lesekreis, der sich mit Theodor W. Adornos Klassiker Negative Dialektik beschäftigt, trifft sich das erste mal am kommenden Dienstag, den 7. November, um 17:00 Uhr in unserer vereinseigenen Gustav-Landauer-Bibliothek Witten. Die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme am Lesekreis, Interesse am Thema und der Besitz der Lektüre werden vorausgesetzt, Vorkenntnisse werden hingegen nicht erwartet.

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Stadtrundgang am 9. November

Witten Synagoge

Wittener Synagoge, Foto: Ernst Roepke, 1911

Am 9. November jährt sich der Pogrom von 1938, der sich gegen die jüdische Bevölkerung richtete. Er traf die jüdischen Wittenerinnen und Wittener mit ganzer Gewalt. Ihre Synagoge an der Breite Straße wurde niedergebrannt, ihre Geschäfte wurden geplündert, ihre Wohnungen verwüstet. Jüdische Männer wurden verhaftet und in Konzentrationslager eingeliefert. Seit Jahren waren die in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden systematisch verfolgt und entrechtet worden. Arbeit und Einkommen waren ihnen genommen worden, viele konnten ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten. Ihr Besitz wurde beschlagnahmt oder musste zu einem Schnäppchenpreis verkauft werden. Der Pogrom steigerte ihre Verfolgung zur Vernichtung. Jüdische Wittenerinnen und Wittener durften nur noch in bestimmten Häusern wohnen. Sie mussten den gelben Stern tragen und 1942 begann ihre Deportation.

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Programm November 2017

Do. 2. 11. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
Mo. 6. 11. Salon des Zuhörens (ab 19:00 Uhr)
Di. 7. 11. Lesekreis zu Theodor W. Adorno: Negative Dialektik (ab 17:00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Do. 9. 11. Stadtrundgang (ab 15:30 Uhr, Humboldtplatz)
Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 14. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 15. 11. Cannabis in Jugendkulturen (ab 19:30 Uhr)
Do. 16. 11. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 21. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 22. 11. David Schneider: Macht kaputt, was euch kaputt macht (ab 19:30 Uhr) Fällt aus, wird aber nachgeholt.
Do. 23. 11. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Mo. 27. 11. Salon des Zuhörens (ab 19:00 Uhr)
Di. 28. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
Mi. 30. 11. Was haben Alkohol, Cannabis & Co. mit Demokratie zu tun? (ab 19:30 Uhr)

Mo. 6. und 27. November: Salon des Zuhörens

Munkácsy A zeneszoba

In der Gegenwart von gedankenlosem Geplärre und bezugslosem Aufmerksamkeitsdruck wollen wir uns treffen, um einen Raum zu eröffnen, in dem mensch sich ein bisschen stillen Fokus gönnen kann. Fokus meint hier, die Aufmerksamkeit auf etwas Konkretes zu richten, und das über den Modus des Zuhörens. Es gibt die Möglichkeit, sich über Hörbeiträge bestimmten Themen zu widmen, oder Menschen kennenzulernen, die eine Erfahrung gemacht haben, welche ihr Leben weiterprägt. Einerseits geht es um die Auseinandersetzung mit unserer Umwelt und all den Dingen, ob schrecklich oder schön, die im Getöse untergehen. Andererseits darf es auch ein Raum zum entspannten Bezugnehmen sein. Ein Raum, in dem wir uns mit brenzligen Dingen beschäftigen und uns, da wir es gemeinsam tun, dabei auffangen und unterstützen, wenn es belastend wird.

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