Mi. 3. Mai: Geschichte und Tradition der iranischen Frauenbewegung

Die Referentin spricht über die Geschichte und die Tradition der iranischen Frauenbewegung, Sie gibt einen kurzen Abriss über die gesellschaftliche Stellung der Frauen in verschiedenen Phasen der iranischen Geschichte: in der Antike, nach der arabischen Eroberung Irans im 7. Jahrhundert, in der Neuzeit und unter den Ghajarendynastie. Reza Shah verfügte 1926 die Zwangsverschleierung der Frauen, Mohammad Reza Shah führte 1963 ihr aktives und passives Wahlrecht ein. Der Überblick schließt mit der aktuellen Stellung der Frauen im jetzigen Aufstand in Iran.

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Programm April 2023

Sa. 1. 4. Trotz-Tanz (ab 19:00 Uhr)
So. 2. 4. Brunch (ab 11:00 Uhr)
Di. 4. 4. Küche für Alle (ab 19:00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Do. 6. 4. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 7. 4. Antifa-Café: Wie wirken wir? Strategiedebatte über: Wie raus aus der Bubble, wie rein in die Gesellschaft?! (ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn der Diskussion ab 20:00 Uhr)
Di. 11. 4. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Do. 13. 4. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Fr. 14. 4. Das Prinzip Amazon (ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn des Vortrags ab 20:00 Uhr)
Di. 18. 4. Küche für Alle (ab 19:00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Do. 20. 4. Plenum (ab 20:00 Uhr)
Di. 25. 4. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 26. 4. Brennpunkt Westafrika: Die Fluchtursachen und was Europa tun sollte (ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn des Vortrags ab 20:00 Uhr)
Do. 27. 4. Plenum (ab 20:00 Uhr)
So. 30. 4. Von Frau zu Frau (14:00–17:00 Uhr)

Sa. 25. März: Wandern auf den Spuren der Roten Ruhrarmee

Wandern auf den Spuren der Roten Ruhrarmee, 25. März 2023. von Wetter nach Witten, DIe Plattform, Trotz Allem

Am 15. März 1920 erreichten rechte Freikorps-Einheiten unter schwarz-weiß-roten Fahnen Wetter an der Ruhr. Sie hatten den Auftrag nach Hagen zu fahren, wurden aber hier aufgehalten.

Nach einigen Gesprächen erkannten die Arbeiter von Wetter die Mission der Soldaten und eröffneten das Feuer. Das Gefecht kostete einigen Soldaten das Leben, auch sechs Arbeiter wurden getötet bevor die Soldaten aufgaben. Es war der erste Sieg der Arbeiter bei einer bewaffneten Auseinandersetzung in der Märzrevolution.

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Vom Dorneywald nach Auschwitz

Zwei Personen im Wald halten ein weißes Transparent mit Aufschrift „Gedenken an die Deportation der Sinti und Roma“.
Eine Meschengruppe steht mit Regenschirmen am Rande eines Parkplatzes im Wald. Davor ist ein weißes Transparent mit Aufschrift „Gedenken an die Deportation der Sinti und Roma“ zu sehen.

Am 9. März 1943 wurden die Wittener Sinti aus dem Lager im Dorneywald, wo sie seit 1940 wohnen mussten, von der Polizei abgeholt und mit dem Zug von Bochum aus nach Auschwitz deportiert. Genau 80 Jahre später gedenken wir am Standort des ehemaligen Lagers auf dem Parkplatz des Fußballvereins Oespel-Kley 08 an diese Geschehnisse. Der Wittener Historiker Ralph Klein schilderte in seinem ausführlichen Bericht die menschenverachtende Lebenssituation im Lager sowie das Todesschicksal, welches fast allen Insass:innen bevorstand.

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Mi. 26. April: Brennpunkt Westafrika: Die Fluchtursachen und was Europa tun sollte

Buchvorstellung und Gespräch mit Olaf Bernau (Autor, Afrique-Europe-Interact)

[Cover: Brennpunkt Westafrika: Die Fluchtursachen und was Europa tun sollte]

Die Bekämpfung von Fluchtursachen ist in Europa spätestens seit 2015 zu einer Art Mantra avanciert. Viele Politiker:innen versprechen sich davon, dass deutlich weniger afrikanische Migrant:innen Europa erreichen. Dasselbe Ziel verfolgt die immer stärkere Überwachung der EU-Außengrenzen. Der Soziologe und Menschenrechtsaktivist Olaf Bernau widerspricht dieser weitverbreiteten Perspektive in seinem Buch „Brennpunkt Westafrika. Die Fluchtursachen und was Europa tun sollte“ vehement. Detailliert zeigt er auf, warum Menschen in Westafrika aufbrechen – und was die Vielfachkrise in Westafrika mit Europa zu tun hat. Dabei kommt nicht nur das koloniale Erbe ausführlich zur Sprache, auch aktuelle Entwicklungen wie der Klimawandel, die Gewalt dschihadistischer Gruppen im Sahel und ungerechte Handelsstrukturen spielen eine wichtige Rolle.

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Fr. 14. April: Das Prinzip Amazon

[Cover: Das Prinzip Amazon: Über den Wandel der Verkaufsarbeit und Streiks im transnationalen Versandhandel]

Amazon unterhält seit Ende 2020 in Witten ein Sortierzentrum, in dem mehr als 800 Menschen arbeiten. Damit gehört Amazon zu den größten Arbeitgebern in Witten. Das Unternehmen ist aus dem Alltag vieler Menschen kaum noch wegzudenken. Es zählt mittlerweile zu den umsatzstärksten Unternehmen weltweit mit einer zunehmenden Anzahl an Standorten. Seit seiner Gründung in den USA 1994 reorganisierte Amazon die Verkaufsarbeit technisch und organisatorisch, vorrangig als digital in kleinste Schritte zerlegte Einfacharbeit in Verkaufsfabriken. Die Verkaufsarbeit wird entwertet und Arbeitsverhältnisse werden prekarisiert. Niedriglöhne, wenige Möglichkeiten zur Mitbestimmung über die Arbeitsprozesse und die Ablehnung von Verhandlungen mit Gewerkschaften kennzeichnen das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit bei Amazon. All dies führt zu Widerständen in der Amazon-Belegschaft, wie sich deutlich in mittlerweile internationalen Streiks zeigt. Gleichzeitig passt sich eine Mehrheit der Belegschaft den Arbeitsbedingungen an.

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Kritik am Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Am 23. Februar 2023 hat das Bundesverfassungsgericht bekannt gegeben, dass es die Einstellung der Ermittlungen im Fall Oury Jalloh für rechtens hält. Wir kritisieren dieses Urteil zutiefst. Für uns ist klar: Das war Mord!

Dass man in Polizeigewahrsam in Sicherheit sei, stellt in einem Rechtsstaat ein hohes Gut dar. Genau daran gibt es durch den Tod von Oury Jalloh Zweifel. Den Brand, bei dem er sein Leben verloren hat, soll er selbst gelegt haben. Glaubhaft ist das nicht, denn Jalloh war zum Zeitpunkt der Tat an Händen und Füßen gefesselt. Außerdem wurde durch ein Gutachten eine schwere körperliche Misshandlung festgestellt. Dennoch hält es das Bundesverfassungsgericht für richtig, den Fall zu den Akten zu legen. Dies grenzt an Justizversagen!

Die Solidarität der Jusos Witten und des Trotz Allem Witten gilt den Angehörigen Oury Jallohs! Das Urteil macht leider noch einmal den Unterscheid zwischen Rechtsprechung und Gerechtigkeit deutlich. Daher geht der Kampf für Gerechtigkeit auch nach dem Urteil des BVerfG weiter. Deshalb begrüßen wir es ausdrücklich, dass Oury Jallohs Familie nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte tritt.

Fr. 7. April: Antifa-Café

Antifa-Café im Trotz Allem – jeden 1. Freitag im Monat; ab 19:00 Uhr geöffnet; 20:00 Uhr Beginn: Wideystraße 44, 58452 Witten

Wie wirken wir? Strategiedebatte über: Wie raus aus der Bubble, wie rein in die Gesellschaft?!

Die deutsche Linke beschäftigt sich besonders gerne mit sich selbst: Sie differenziert Begriffe, Regeln und Theorien bis zur Unverständlichkeit aus, spaltet sich gerne in kleinste Einheiten, um möglichst auf einem Nenner zu bleiben und hat ein großes Sicherheitsbedürfnis. All diese Aspekten verhindern, dass auch antifaschistische Gruppen in die Gesellschaft hineinwirken und tatsächlich eine politische Wirksamkeit entfalten. Die Veranstaltung ist kein Workshop, sondern tatsächlich eine Diskussion, ob und warum das Problem besteht bzw. wie wir es strategisch überwinden können – oder auch: Ob wir das überhaupt wollen.

[Icon Mobilizon]

Fr. 7. April 2023, ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn der Diskussion 20:00 Uhr, mit KüfA

Veranstalter: Antifa-Café Witten und SDJ – Die Falken Hagen

Sa. 1. April: Trotz-Tanz

Trotztanz am Samstag, 1. April 2023, im Treff° Witten ab 19:00 Uhr, € 8,– inkl. Aftershow in der Werk°Stadt mit DJ Husky Hass plus olF & sliN; Bands: Coven Call, Kommando Rostkehlchen und Death Love and Acid; Illustration: Kopf von Sid Vicious auf tanzendem Roboter (Bender) im Futurara-Stil

Am 1. April 2023. zünden wir die nächste Rakete im Treff° mit Coven Call aus Dortmund, Kommando Rostkehlchen (Köln) und Death Love and Acid (auch Köln). Im Anschluss geht es rüber in die Werk°Stadt, wo es einen Trotz-Floor bei der Rockparty geben wird. Dort werden Husky Hass und olF & silN Klassik-Punk aus der Konserve spielen.

[Icon Mobilizon]

Sa. 1. April 2023, ab 19:00 Uhr, Treff°, Eintritt € 8,– (Ticket gilt auch für die Rockparty)

So. 12. März: „In Österreich Jude zu sein, bedeutet immer zum Tode verurteilt zu sein“

Heldenplatz von Thomas Bernhard, Uraufführung von 1988

„In Österreich Jude zu sein, bedeutet immer zum Tode verurteilt zu sein“: Heldenplatz von Thomas Bernhard, Uraufführung von 1988, Trotz Allem, Wideystraße 44, Witten, 12. März 2023, 18:30 Uhr, Eintritt frei

Am 12. März 1938 wurde Österreich von Truppen Nazideutschlands besetzt und unter der Bezeichnung „Ostmark“ in das Deutsche Reich eingegliedert. Nach 1945 verbreitete sich in Österreich selbst der Mythos, das „erste Opfer“ der deutschen Nationalsozialisten gewesen zu sein. Dementsprechend fand eine Aufarbeitung des NS und der Schuld an seinen Verbrechen in Österreich noch weniger als in der Bundesrepublik und der DDR statt. Dabei war die Begeisterung für den Nationalsozialismus in Österreich schon vor 1938 in der Mehrheit der Bevölkerung stark verwurzelt. Der österreichische Ableger der NSDAP war zwar im austrofaschistischen Staat verboten, blühte jedoch im Untergrund auf. Ohne einen Befehl der deutschen Nationalsozialisten abzuwarten oder gar zu benötigen, begann bereits am 12. März pogromartiger Terror der Mehrheitsgesellschaft gegen österreichische Jüdinnen und Juden.

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