Fr. 29. April: Schwarzer Tresen: Johann Mosts antireligiöse Hetzschrift „Die Gottespest“

[Zeichnung: Befreie deinen Verstand]
[Icon: mit Essen]

„Je mehr der Mensch an Religion hängt, desto mehr glaubt er. Je mehr er glaubt, desto weniger weiß er. Je weniger er weiß, desto dümmer ist er. Je dümmer er ist, desto leichter kann er regiert werden!“ Dem Anarchisten Johann Most fiel es noch nie schwer deutliche Worte zu finden. Sein 1887 erschienenes Werk „Die Gottespest“ strotzt nur so vor witzigen Gotteslästerungen und direkten Angriffen gegen den religiösen Glauben, seine kirchlichen Missionare und folgsamen Schafe. Umso erstaunlicher ist die Präzision und Scharfsinnigkeit mit der Most die Idee eines allmächtigen Gottes auseinander nimmt. Gekonnt zeigt er auf warum der Glaube seit jeher nichts anderes ist als ein Mittel zur Verdummung der Menschheit und damit zur Erhaltung der Macht, um dann im sozialrevolutionären Sinne den Herrschenden den Krieg zu erklären.

Wir möchten euch zu einer theatralischen Lesung dieser Schrift einladen um danach über Johann Mosts Thesen und allgemein über Religion und Glaube zu diskutieren. Vorher gibt es ab 19:00 Uhr leckeres (veganes) Essen gegen Spende.

Fr. 29. April 2016, 19:00 Uhr, mit Essen

Mitschnitt der Veranstaltung

Bücher in der Gustav-Landauer-Bibliothek zum Thema

  • Matthias John:
  • „Im Geruch eines Bombenwerfers“
  • Johann Most (1846–1906) und seine Beziehungen zu Glauchau, einem Zentrum der sächsischen und deutschen Arbeiterbewegung
  • Berlin: Trafo Verlag, 2007
  • ISBN: 9783896265104
  • Signatur: b-most-1-1
  • Schlagworte: Anarchismus, Biografie
  • Reihen: BzG/Kleine Reihe Biographien (9), Trafo-Taschenbuch