Do. 8. November: Ralph Klein: Die Novemberpogrome 1938 in Witten

Am 9./10. November 1938 entfesselten die Nationalsozialisten in ganz Deutschland Pogrome gegen die jüdischen Deutschen. Was geschah in jenen Tagen in Witten? Wer waren die Pogromtäter? Wie reagierten die Mitglieder der jüdischen Gemeinde? Wurde nach der Befreiung vom Nationalsozialismus irgendjemand wegen der Verbrechen am 9./10. November 1938 zur Rechenschaft gezogen? Zum ersten Mal nach 80 Jahren wird der Novemberpogrom 1938 auf Basis umfangreicher Quellen gründlich untersucht. Aus Anlass des 80. Jahrestag der Pogrome stellt der Historiker Ralph Klein am 8. November 2018 das Ergebnis seiner mikrogeschichtlich inspirierten Arbeit der Öffentlichkeit vor.

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Do. 8. November 2018, Stadtarchiv Witten, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Mi. 24. Oktober: Zur Kritik unserer Erinnerungskultur – Das Gedenken an die Novemberpogrome 1938 in Witten

Vortrag und Diskussion mit Ralph Klein, Regina Mentner, Esther Stabenow und Lasse Wichert

Seit 40 Jahren finden in Witten regelmäßig Gedenkveranstaltungen aus Anlass der Pogrome gegen die jüdischen Deutschen am 9./10. November 1938 statt und folgen einem sich wiederholenden Muster. Es wird der Juden als Opfer gedacht, an die Täter, die aus der Wittener Stadtgesellschaft kamen, wird z. B. nicht erinnert. Das Gedenken an die Verbrechen von einst wird als Aufforderung an die heutige Bürgerschaft verstanden, die „demokratische Staatsform wachsam zu verteidigen“ (SPD-Fraktion im Wittener Stadtrat, 1979). Als Teil der Erinnerungskultur in der Bundesrepublik Deutschland steht das Gedenken an die Novemberpogrome „im Herzen der deutschen Identität seit 1945“ (Mirjam Zadoff, Leiterin des Münchener NS-Dokumentationszentrums).

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Veranstaltungsreihe: „… die Gesinnung der Canaille“ – Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus (Teil 2)

2018 jähren sich zum 80. Mal die nationalsozialistischen Novemberpogrome. Auch die Wittener Jüdinnen und Juden wurden von antisemitischen Männerhorden angegriffen und die Wittener Synagoge wurde niedergebrannt. Aus Anlass dieses traurigen Jahrestages hat das soziokulturelle Zentrum „Trotz Allem“ in Kooperation mit dem Stadtarchiv Witten und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten eine Veranstaltungsreihe zu den Themen Antisemitismus und Erinnerungskultur konzipiert. Unterstützt wird die Reihe von dem Wittener Ortsverband der Grünen und dem Jugendforum des Jugendrings Witten.

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Mi. 12. September: Filmvorführung: Triumph des guten Willens. Ein politisches Portrait über Eike Geisel

Das soziokulturelle Zentrum Trotz Allem, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten und das Wittener Stadtarchiv präsentieren am 12. September den Film Triumph des guten Willens. Ein politisches Portrait über Eike Geisel im Kinosaal des Haus Wittens. Die Veranstaltung findet im Rahmen des zweiten Teils der Veranstaltungsreihe „‚…die Gesinnung der Canaille‘ – Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus“ statt, in dem es um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gedenken an den Nationalsozialismus gehen soll. Im Anschluss an den Film wird es die Möglichkeit zur Diskussion mit Alex Feuerherdt, einem der Co-Autoren des Films, geben.

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Mi. 12. September 2018, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr, Haus Witten, Eintritt frei

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Programm September 2018

Sa. 1. 9. Sommerfest (ab 14:00 Uhr)
Di. 4. 9. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 5. 9. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Antifa-Café: Diskussionsrunde: Rechtsruck im Ruhrgebiet. Was können wir entgegensetzen? (ab 19:00 Uhr, offen ab 18:00 Uhr)
Do. 6. 9. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Di. 11. 9. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 12. 9. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Filmvorführung: Triumph des guten Willens. Ein politisches Portrait über Eike Geisel (Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr, Haus Witten)
Do. 13. 9. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Di. 18. 9. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 19. 9. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 20. 9. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Di. 25. 9. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 26. 9. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 27. 9. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 28. 9. Schwarzer Tresen: „…dann machma halt a Revolution!“ – Gedenken und Gedanken zur Münchner Räterepublik von 1918/19 (ab 19:00 Uhr)

Fr. 28. September: Schwarzer Tresen: „…dann machma halt a Revolution!“ – Gedenken und Gedanken zur Münchner Räterepublik von 1918/19

Vortrag von Ralf G. Landmesser

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Vor bald 100 Jahren, am 2. Mai 1919, wurde der letzte Widerstand der Münchner Revolutionär*innen gebrochen, die die erste Räterepublik Deutschlands errichtet hatten – ausgerechnet in Bayern. „Freistaat“, diese Bezeichnung stammt aus der Rätezeit. Nach der Ermordung des USPD-Ministerpräsidenten Kurt Eisner durch einen jungen Offizier, einem Mitglied der faschistischen Thule-Gesellschaft, ergriffen Arbeiter- und Soldatenräte am 7. April 1919 die Macht. Führend dabei die Schriftsteller Erich Mühsam, Gustav Landauer, Ernst Toller, Ernst Niekisch, Ret Marut (d. i. B. Traven) und weitere Literaten. Sogar Rainer Maria Rilke sympathisierte. Von der geflüchteten Minderheitsregierung der Mehrheits-SPD wurden skrupellos rechtsradikale Freikorps und kriegsmäßig bewaffnete Reichstruppen gegen die Räterepublik in Marsch gesetzt, die ein barbarisches Massaker in München anrichteten. Vorne dabei auch die ersten Zellen des späteren NS-Staates, der München zu seiner „Hauptstadt der Bewegung“ machte. Das neue Münchner NS-Dokumentationszentrum an Stelle des Braunen Hauses, stellt in seiner Ausstellung diesen vernachlässigten und meist verschwiegenen Aspekt richtigerweise deutlich heraus. Die Nazi-Pest begann schon 1919 ihre ersten Opfer zu packen und mörderischen Judenhass zu verbreiten. Nach Eisner traf es am 2. Mai Gustav Landauer. Erich Mühsam, vorher gekidnappt, überlebte vorerst…

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Fr. 28. September 2018, 19:00 Uhr

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Sommerfest am Ossietzkyplatz 2018

Nachdem das erste Sommerfest am neuen Standort im vergangenen Jahr ein voller Erfolg war, lädt das linke Zentrum Trotz Allem auch in diesem Jahr wieder seine Nachbarn und alle Freunde des netten Beisammenseins zum gemeinsamen Sommerfest auf den Ossietzkyplatz ein. Gemeinsam mit dem ortsansässigen „Kult-Kiosk“ der Eheleute Ozsoy, der Bäckerei Hilal und weiteren Anwohnern aus dem Viertel haben die Trotz-Macher für den kommenden Samstag zwischen 14:00 und 22:00 Uhr ein Stadtteilfest auf dem zentral gelegenen Platz organisiert.

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Programm August 2018

Mi. 1. 8. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Antifa-Café (ab 18:00 Uhr Waffeln und Kaffee, Vortrag ab 19:30 Uhr)
Do. 2. 8. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
So. 5. 8. Offener Sonntag (11:00–15:00 Uhr, Mitbring-Frühstück, Kaffee ist vorhanden)
Di. 7. 8. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 8. 8. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 9. 8. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Di. 14. 8. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 15. 8. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
2. Planungstreffen zum (Spät)Sommerfest (ab 19:00 Uhr)
Do. 16. 8. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Di. 21. 8. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 22. 8. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 23. 8. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)
Fr. 24. 8. Schwarzer Tresen: Soli-Dinner for one (ab 18:30 Uhr)
Di. 28. 8. Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr)
Mi. 29. 8. Offener Mittwoch (13:00–17:00 Uhr)
Do. 30. 8. Plenum (ab 20:00 Uhr, offen ab 19:30 Uhr)

Fr. 24. August: Schwarzer Tresen: Soli-Dinner for one

Romantic dinner for one (Unsplash)

Politischer Aktivismus kann es mit sich bringen, dass mensch sich unfreiwillig mit der Polizei und dem Recht auseinandersetzen muss. Da nicht jede eine juristische Ausbildung hinter sich hat und noch andere Dinge im Leben zu tun hat, ist die rechtanwältiche Hilfe erforderlich. Dass die anfallenden Kosten, sei es die der_des Rechtsanwält*in wie auch bei Verurteilung die Gerichts- und Strafkosten nicht die angeklagte Person alleine stemmen muss – wir sind ja eher so Tagelöhner und schlecht verdienende Bohéme – wird nun das erste Soli-Dinner for one organisiert. Es wird ein ein gehobeneres Gericht gekocht, welches ihr dann in solidarischer Atmosphäre genießen könnt. Um eine ungefähre Ahnung zu bekommen, meldet euch bitte über die üblichen Kommunikationsmöglichkeiten oder eben persönlich im Trotz Allem an.

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Fr. 24. August 2018, 18:30 Uhr