Fr. 29. April: Schwarzer Tresen: Johann Mosts antireligiöse Hetzschrift „Die Gottespest“

[Zeichnung: Befreie deinen Verstand]
[Icon: mit Essen]

„Je mehr der Mensch an Religion hängt, desto mehr glaubt er. Je mehr er glaubt, desto weniger weiß er. Je weniger er weiß, desto dümmer ist er. Je dümmer er ist, desto leichter kann er regiert werden!“ Dem Anarchisten Johann Most fiel es noch nie schwer deutliche Worte zu finden. Sein 1887 erschienenes Werk „Die Gottespest“ strotzt nur so vor witzigen Gotteslästerungen und direkten Angriffen gegen den religiösen Glauben, seine kirchlichen Missionare und folgsamen Schafe. Umso erstaunlicher ist die Präzision und Scharfsinnigkeit mit der Most die Idee eines allmächtigen Gottes auseinander nimmt. Gekonnt zeigt er auf warum der Glaube seit jeher nichts anderes ist als ein Mittel zur Verdummung der Menschheit und damit zur Erhaltung der Macht, um dann im sozialrevolutionären Sinne den Herrschenden den Krieg zu erklären.

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Fr. 8. April: Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei

[Foto: Ismail Küpeli]

Der Krieg in der Türkei dauert schon über fünf Monate. Die Ausgangssperren und Belagerungen von kurdischen Städten im Osten der Türkei haben sich inzwischen zu einem Dauerzustand entwickelt. In einigen dieser Städte, wie etwa Cizre, Silopi und Nusaybin, finden immer wieder Militäroffensiven statt. Während dieser Ausgangssperren und Militäroffensiven in den Städten wurden über 140 kurdische Zivilisten getötet, unzählige Menschen verletzt und ganze Straßenzüge zerstört. 2016 dürften die Kämpfe noch zunehmen, weil inzwischen auch auf kurdischer Seite die Stimmen für den militanten und militärischen Weg lauter werden. Die EU hat sich eindeutig auf die Seite der türkischen Regierung gestellt – und damit gegen eine demokratische und friedliche Lösung des Konfliktes.

Ismail Küpeli berichtet über die aktuelle Situation und beleuchtet die Hintergründe. Er ist Politikwissenschaftler und Journalist mit Schwerpunkt Türkei, Naher und Mittlerer Osten.

Bündnis 90 - Die Grünen Logo

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Bündnis 90/Die Grünen OV Witten.

Fr. 8. April 2016, 20:00 Uhr

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Sa. 2. April: Film-Club: Projekt A

Der Dokumentarfilm Projekt A taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.

Sa. 2. April 2016, 20:00 Uhr

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Fr. 26. Februar: Schwarzer Tresen

Dass die Wahrheit auch gelebt werden muss – Emma Goldman und der Anarchismus

Emma Goldman -- mugshot from Chicago, Sept 10, 1901
[Icon: mit Essen]

Emma Goldman hinterließ ihren einmaligen Reichtum an gelebter Erfahrung und Theorie. Nicht bloß als Zuschauerin, sondern als scharfe Beobachterin und kämpferische Anarchistin bewegte Goldman sich in einer Zeit, als Europa, Asien und Amerika von Wellen der Revolution und Reaktion erschüttert wurden. Ihr Leben zwischen diesen Zentren war immer wieder eines auf der Flucht: vor antisemitischen Pogromen, vor politischer Verfolgung und staatlichem Terror. Die Erfahrungen in den Kämpfen der US-amerikanischen TextilarbeiterInnen brachten Goldman zu ihren Vorstellungen vom freiheitlichen Sozialismus, und entsprechend wurde sie zur bekannten Aktivistin und Agitatorin der ArbeiterInnenbewegung. Später verlagerte Goldman ihren Schwerpunkt auf andere Kampffelder. Befreiende Momente suchte sie nicht in Parteien und auch nicht in der Masse, sondern im kreativen Potential, das erst noch von den gemeinschaftlich handelnden Individuen zu erschaffen ist.

Ihre provozierenden Thesen werden vorgestellt, im Zusammenhang mit Goldmans Biographie. Denn ihr Leben folgte dem von ihr selbst formulierten Grundsatz, „dass die Wahrheit, wenn sie einmal erkannt wurde, auch gelebt werden muss und ihr Wesen nicht nur theoretisiert werden darf“.

Fr. 26. Februar 2016, 19:00 Uhr, mit Essen

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Fr. 26. Juni: Schwarzer Tresen: Anarchie und Film

[Icon: mit Essen]

Welche Regisseure haben sich als Anarchisten verstanden und das im Film auch zum Ausdruck gebracht? Bei Einigen werden Anarchisten am Rande erwähnt und deutlich positiv dargestellt. Andere bringen durch ihre regisseurische Arbeit anarchische Filme hervor. Die Freiheit lässt sich in diesem künstlerischen Medium einfacher darstellen als in der Realität verwirklichen. Dabei kann auf Satire oder Provokation nicht verzichtet werden.

Wir schauen in einige Filmbeispiele hinein und erwarten von euch Tipps für weitere anarchische Filme.

Fr. 26. Juni 2015, 19:00 Uhr, mit Essen

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Fr. 24. April: Schwarzer Tresen: 5 Stunden sind genug

Week-end pleasure
[Icon: mit Essen]

Fast täglich drohen „Arbeitgeber“ und Politiker mit längerer täglicher und Lebens-Arbeitszeit – und das angesichts massenhafter Arbeitslosigkeit. JedeR weiß im Grunde, dass im 21. Jahrhundert längst nicht mehr die Arbeitskraft aller gebraucht wird, um die Menschheit mit allen lebensnotwendigen Gütern zu versorgen. Wirtschaftswissenschaftler prognostizieren heute, dass in absehbarer Zukunft im Grunde nur noch ein Fünftel der Arbeitskraft benötigt wird. Die immens gestiegene Produktivität könnte also – eine vernünftige Gestaltung der Ökonomie vorausgesetzt – schon heute die Erfüllung eines uralten Menschheitstraumes von einem Leben ohne pausenlose Maloche möglich machen.

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So. 5. April: Sonntagscafé

Les salons au XVIIIe siècle - Histoire Image

Du liest gerne und viel?
Du bist politisch interessiert?
Du kannst dir vorstellen eine Bibliothek mitzugestalten?
– Dann bist Du bei uns genau richtig!

Jeden ersten Sonntag im Monat lädt das Team der Gustav-Landauer-Bibliothek Witten ein, gemeinsam mit allen Interessierten über die in der Bibliothek vorhandene oder gewünschte Literatur, die lokale und globale Situation sowie allgemeine gesellschaftliche Themen zu sprechen und sich zu informieren.

Für die Zukunft sind Lesungen, Vorträge und Workshops (Schreibwerkstatt u. ä.) geplant. Aber auch alltägliche Arbeit und Organisation einer alternativen Bibliothek liegen uns am Herzen.

So. 5. April 2015, 15:00 Uhr

Fr. 16. Jan.: Vortrag mit einem Mitglied des Übersetzungskollektivs des CrimethInc.-Buchs Work

[Buchcover: Work]
[Icon: mit Essen]

Warum müssen wir, trotz all des technischem Fortschritts, mehr arbeiten als je zuvor? Wie kommt es, dass je härter wir arbeiten, wir letztendlich im Vergleich zu unseren Bossen umso ärmer werden? Warum konzentrieren sich die Leute einzig darauf, ihre Jobs zu retten, wenn die Wirtschaft zusammenbricht – obwohl eigentlich von vornherein keine_r die Arbeit mag? Kann der Kapitalismus ein weiteres Jahrhundert der Krisen überstehen?

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