Von Rostock-Lichtenhagen über PEGIDA bis hin zur AfD, die kurz vor den ersten Wahlsiegen auf Länderebene steht – die Kontinuitäten extrem rechter Politiken in Ostdeutschland sind eklatant. Die Einstellungsforschung attestiert dem Osten seit langer Zeit signifikant höhere Zustimmungsraten zu rassistischen, antisemitischen und anderen menschenfeindlichen Aussagen. In einigen Regionen sind Neonazis seit über 30 Jahren die dominierende Subkultur. Immer mehr völkische Siedler-Gruppen machen sich in der Provinz breit, neofaschistische Netzwerke gründen Hausprojekte und Kader aus den alten Bundesländern machen aus strategischen Gründen „rüber“. Gleichzeitig ziehen sich demokratische Akteur*innen weiter aus der Fläche zurück und lassen damit erst das Vakuum entstehen, in dem extrem rechte (Deutungs-)Angebote gedeihen können.
Fr. 5. April: Offenes Antifa Treffen: Was bedeutet Antifa?
Das Offene Antifa-Treffen soll eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung werden, bei der sich Interessierte einmal im Monat treffen können. Es ist eine offene Plattform, bei der jeder herzlich eingeladen ist, vorbeizukommen und seine Ideen mit einzubringen.
Unser Ziel ist es, sich gemeinschaftlich zu organisieren und aktiv an antifaschistischen Aktivitäten teilzunehmen. Egal ob du bereits Erfahrung hast oder neu in der Antifa-Bewegung bist, bei uns ist jeder willkommen.
Das Offene Antifa-Treffen bietet eine Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, Ideen zu diskutieren und Aktionen gemeinsam zu planen. Wir glauben an gemeinschaftliche Solidarität und daran, dass wir durch Zusammenarbeit einen positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft haben können.
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Fr. 1. März: Antifa-Café
Vortrag: Was ist Faschismus?
Ziel des Vortrags soll sein, den Begriff „Faschismus“ näher einzugrenzen und zu definieren. Das erscheint notwendig, da er bereits vor rund hundert Jahren, aber erst recht heute, häufig zu einem reinem Schimpfwort geworden ist – dessen wirkliche Bedeutung oft unklar ist. Zu diesem Zweck wird die vergleichende Faschismusforschung vorgestellt. Es werden unterschiedliche, aber doch ähnliche Formen des Faschismus gezeigt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu beschreiben. Zudem werden verschiedene Erklärungsansätze vor allem aus linker Sicht besprochen. In diesen Zusammenhängen stellen sich wichtige Fragen wie: Gibt es Zusammenhänge zwischen Faschismus und Kapitalismus? Worin unterscheiden sich faschistische Bewegungen von modernen rechtspopulistischen Parteien? Oder von Militärdiktaturen wie die von Pinochet in Chile? War der Nationalsozialismus ein Faschismus? Und nicht zuletzt: Sind Protagonisten wie Trump, Wilders, Meloni und auch die AfD eine neue Form des Faschismus? Oder doch nur alter Wein in neuen Schläuchen? Anders ausgedrückt: Ist Faschismus ein historisches Phänomen, das 1945 in Berlin unterging, wie viele Forschende lange Zeit dachten? Oder hat er eine Zukunft?
Referent: Michael Fehrenschild, aktuelle Veröffentlichung: Faschismus in Geschichte und Gegenwart: Ein vergleichender Überblick zur Tauglichkeit eines umstrittenen Begriffs (zusammen mit Alexander Häusler)
Fr. 1. März 2024, ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn des Vortrags 20:00 Uhr, dazu selbstgekoches Essen und Getränke gegen Spende
Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Strategiedebatte: Was tun gegen die AfD?“.
Fr. 22. März: Die wunden Punkte von Google, Amazon, Deutsche Wohnen & Co.
Was tun gegen die Macht der Konzerne? Veranstaltung mit Nina Scholz
Lange sah es so aus, als ob die Konzerne übermächtig und unangreifbar wären. Diese Zeiten sind vorbei, denn viele Menschen organisieren und wehren sich, entwickeln Alternativen. Gemeinsam finden sie die wunden Punkte der Großunternehmen, die so vielfältig und zahlreich sind wie die Kämpfenden und ihre Methoden: Bei Google gründen sich Gewerkschaften, bei Amazon wird immer wieder gestreikt, ehemalige Deliveroo-Fahrer*innen bauen eine Genossenschaft auf…
Für ihr Buch hat Nina Scholz mit zahlreichen Arbeiter*innen, Organizer*innen und Gewerkschafter*innen gesprochen. Sie berichtet außerdem über den Kampf der Berliner*innen gegen die Immobilienkonzerne.
Nina Scholz arbeitet als Journalistin für „Deutschlandfunk“, „Freitag“ (wo sie die monatliche Kolumne „Politik von unten“ veröffentlicht) sowie andere Medien und berichtet vor allem über Tech-Unternehmen und Gewerkschaften. 2022 ist ihr zweites Buch „Die wunden Punkte von Google, Amazon, Deutsche Wohnen & Co.“ im Bertz + Fischer Verlag erschienen. Sie ist seit vielen Jahren in der Berliner Mietenbewegung aktiv, vor allem in der Starthilfe-AG, der Organizing–AG von Deutsche Wohnen & Co. enteignen.
Fr. 22. März 2024, ab 19:00 Uhr (Einlass: 18:00 Uhr)
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Programm Februar 2024
| Do. 1. 2. | Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr) |
|---|---|
| Fr. 2. 2. | Antifa-Café: Arbeiter*innenliederabend (ab 19:00 Uhr) |
| So. 4. 2. | Brunch (ab 11:00 Uhr) |
| Di. 6. 2. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 8. 2. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Di. 13. 2. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 15. 2. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Di. 20. 2. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 22. 2. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Di. 27. 2. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 29. 2. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
Fr. 2. Februar: Antifa-Café
Arbeiter*innenliederabend
Genoss*innen!
„Feindliche Stürme durchtoben die Lüfte
Drohende Wolken verdunkeln das Licht
Mag uns auch Schmerz und Tod nun erwarten
Gegen die Feinde ruft auf uns die Pflicht!“
Lasst uns gemeinsam gegen den Faschismus aufstehen und singen! Wir laden zum internationalistischen Arbeiter*innenliederabend im Trotz Allem am 2. Februar 2024 ab 19:00 Uhr.
Programm Januar 2024
| Di. 2. 1. | Küche für Alle (Belugalinsen–Dal mit Kartoffeln und Blumenkohl, ab 19:00 Uhr) |
|---|---|
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 4. 1. | Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Fr. 5. 1. | Trotz Alm (ab 19:00 Uhr) |
| So. 7. 1. | Brunch (ab 11:00 Uhr) |
| Di. 9. 1. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 11. 1. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Di. 16. 1. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Mi. 17. 1. | Transparente malen (ab 18:00 Uhr) |
| Do. 18. 1. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Di. 23. 1. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 25. 1. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Di. 30. 1. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) |
Fr. 5. Januar: Trotz Alm
Programm Dezember 2023
| Fr. 1. 12. | Antifa-Café: Rückblick und Ausblick (ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn des Vortrags ab 20:00 Uhr) |
|---|---|
| So. 3. 12. | Brunch (ab 11:00 Uhr) |
| Di. 5. 12. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 7. 12. | Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Fr. 8. 12. | Vortrag: „Quo vadis, Hollywood?“ von Wolfgang M. Schmitt (ab 20:00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Kino Endstation) |
| Di. 12. 12. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 14. 12. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Fr. 15. 12. | Lesung: „Das Ende des Romantikdiktats“ von Andrea Newerla (ab 19:00 Uhr) |
| So. 17. 12. | Fahrrad-Rundfahrt: Ruhrbesetzung 1923 (ab 11:00 Uhr, Marktplatz vor dem Rathaus) |
| Di. 19. 12. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) | |
| Do. 21. 12. | Plenum (ab 20:00 Uhr) |
| Di. 26. 12. | Küche für Alle (ab 19:00 Uhr) |
| Offener Dienstag (ab 20:00 Uhr) |
So. 17. Dezember: Fahrrad-Rundfahrt „Ein Volk, das nicht mehr arbeitet, ist dem Verderben geweiht“
Am 15. Januar 1923 trafen französische Truppen in Witten ein. Zwei Jahre lang besetzten sie die Stadt. Meistens wird das als Dreiklang von Besetzung, Inflation und Hitler-Putsch erzählt. Heute dagegen stehen diejenigen im Mittelpunkt, die am meisten unter der Situation litten, nämlich meist sehr junge, in der Regel ungelernte Arbeiterinnen und Arbeiter. Bürgertum und traditionelle Gewerkschaften nannten sie verächtlich Janhagel. Sie standen der Nation und der bürgerlichen Ordnung antagonistisch gegenüber. Janhagel organisierte sich kaum politisch und handelte nicht strategisch, sondern wollte die konkreten Lebensumstände hier und jetzt verbessern.

![[Foto: Michael Fehrenschild mit Hut lächelt in die Kamera]](https://covers.openlibrary.org/a/id/14586671-M.jpg)
![[Cover „Die wunden Punkte von Google, Amazon, Deutsche Wohnen & Co.“]](https://covers.openlibrary.org/b/id/14574527-M.jpg)
![[Foto: Nina Scholz isst ein Speiseeis]](https://covers.openlibrary.org/a/id/14574487-M.jpg)