Fr., 05. September: Demo – Jugend gegen Faschismus

aufruf zur demo

Jugend gegen Faschismus – Alle zusammen gegen Rechts!

Demo
Freitag, 5. September 2025
18 Uhr
Witten HBF

Warum wir auf die Straße gehen:
Die Kommunalwahlen in NRW stehen vor der Tür – und die Gefahr ist real: Der AfD werden hohe Wahlergebnisse prognostiziert. Gleichzeitig gewinnen rechte Parolen und faschistisches Gedankengut gerade unter Jugendlichen an Boden. Social-Media-Plattformen wie TikTok werden gezielt genutzt, um junge Menschen zu radikalisieren. Schon Minderjährige tauchen in organisierten Neonazi-Strukturen auf. Das sind keine Randerscheinungen, sondern das Ergebnis von Diskusverschiebung und ausbleibenden Konsequenzen. Das sind ernst zu nehmende Entwicklungen, gegen die wir uns stellen werden!
Mit unserer Kampagne „Jugend gegen Faschismus“ wollen wir alle zusammenbringen, die nicht länger zusehen wollen, wie rechte Hetze unsere Schulen, Straßen und Städte vergiftet. Die Demo am 5. September ist nur der Startschuss: Wir machen klar, dass Jugendliche in Witten, im Ruhrgebiet und darüber hinaus sich nicht einschüchtern lassen, sondern aktiv gegen rechts aufstehen.

Gegen den Faschismus in ihren Köpfen! Nieder mit der AfD!

  • Bringt Fahnen, Plakate und Banner gegen Nazis mit
  • National- und Parteifahnen bitte Zuhause lassen
  • nach der Demo wollen wir den Abend im Trotz Allem ausklingen lassen

Fr., 1. August: Sozialkürzungen, Klimakrise, Faschisierung – Wie scheiße is‘ es?  Geht‘s überhaupt besser?

Ein Vortrag über konkrete Maßnahmen, um den Krisen zu begegnen.

Wir befinden uns jetzt im Jahr 2025. Es gibt Hitzedürren und verheerende Brände, Forderungen nach Abschiebungen hier, Kriegstüchtigkeitspropaganda da.
Egal, in welche Richtung wir schauen – überall wird es immer schlimmer. Es könnte der Eindruck entstehen, dass linke und Klimabewegungen in den letzten Jahren gar nichts erreicht haben.

Zwar hat die Anti-Kohle-Bewegung in den letzten 15 Jahren einen Kohleausstieg bewirkt, doch dieser ist im Jahr 2038 angesetzt – viel zu spät um eine Klimakatasprophe abzuwenden. Obwohl „Deutsche Wohnen und Co Enteignen“ vor über drei Jahren den Volksentscheid in Berlin gewonnen hat, blockiert der Berliner Senat jede Umsetzung weiterhin konsequent.
Fridays For Future spricht immer noch von Forderungen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens, obwohl die 1,5 Grad Erderwärmung bereits im vergangenen Jahr überschritten wurde und keine der Parteien sich noch fürs Klima zu interessieren scheint. Anfang 2024 fanden in Deutschland die zahlenmäßig größten antifaschistischen Demonstrationen seit ungefähr immer statt, dennoch stehen rechte und rechtsoffene Parteien in den Umfragen so gut wie nie da.

Zukünftig werden sich viele der bestehenden Probleme weiter verschärfen.

Was ist unsere Antwort darauf?

Erstmal durchatmen und kurz klarkommen.

Wir glauben nicht an irgendwelche Reformen der Politik, die die Situation verbessern sollen, ohne dabei die grundlegenden Probleme anzugehen – wir wollen die Überwindung des gesamten Systems und die Befreiung aller Menschen.

Doch wie können wir das erreichen?

Wir müssen die Dinge direkt angehen und können nicht darauf warten, dass andere für uns handeln.

Wir sind das Kollektiv „Solidarisch im Kollaps“ und widmen uns genau diesen Ansätzen. Dabei geht es nicht um theoretische Gedankenspiele, sondern um praktische Organisierung, die uns helfen, den aktuellen Krisen zu begegnen. Unser Fokus liegt darauf, Aktionen zu starten, die tatsächlich etwas bewegen und Menschen direkt helfen.
Egal wie erfahren Menschen bereits sind, alle können etwas dazu beitragen, um die gesamte Scheiße mindestens erträglicher zu machen.

Trotz Allem, Wideystr. 44

Freitag, 1. August, geöffnet ab 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung um 20 Uhr.

Fr. 4. Juli: Krieg – Die Gewaltkonkurrenz der Staaten

Wenn‘s um Krieg geht, werde nicht nur auf dem Schlachtfeld die allergrößten Geschütze aufgefahren. Um nichts Geringeres als den finalen Kampf „Gut gegen Böse“ soll es gehen, wenn Staatenlenker und ihre Sprachrohre ihrem Fernsehvolk Opfer für den nächsten Waffengang abverlangen. Unter den derart ungefragt für ihre Kriege haftbar gemachten Bürger/innen ist es zur selbstverständlichen Gewohnheit geworden, das staatlich angeordnete Schlachten nach den Maßstäben eines ständig tagenden Ethikrates zu beurteilen: Wer hat Schuld? Wer ist berechtigt, wenn nicht gar verpflichtet, „zurück“ zu schlagen? Ist es gerechtfertigt, dass Staat x das Land y mit Gewalt überzieht? Hitler-Vergleiche dürfen selbstverständlich nicht fehlen…

Vortrag und Diskussion erproben die Frage: Geht‘s vielleicht auch anders?

Referent: Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie, Politikwissenschaftler für Migrations- und Sozialpolitik

Fr. 04. Juli 2025

Trotz Allem, Wideystraße 44,
geöffnet ab 19:00 Uhr,
Beginn des Vortrags 20:00 Uhr.

Fr. 6. Juni: Antifa-Café

Kritik der Deutschen Burchenschaft im Netzwerk der extremen Rechten

Das Auftreten von Korporationen mutet oft sehr anachronistisch, nicht selten sogar lächerlich an. Sie allerdings auf ihr Auftreten bzw. ihre Rituale zu reduzieren, verkennt die Tatsache, dass derartige akademische Bünde durchaus über gesellschaftlichen Einfluss verfügen und dass sich Burschenschaften explizit politisch aufstellen und einmischen. Eindeutig extrem rechts positioniert sich der Dachverband „Deutsche Burschenschaft“, die eine deutliche inhaltliche und personelle Nähe zur AfD und deren Jugendorganisation „Junge Alternative“ aufweist. Etliche Angehörige der Deutschen Burschenschaft arbeiten für die AfD oder ihr nahestehenden Organisationen. Der Aufstiegt der AfD wurde von der DB entscheidend mit vorbereitet und durchgeführt – ideel wie organisatorisch. Ein nachhaltiges Engagement gegen die AfD muss eine offensive Auseinandersetzung mit den Burschenschaften einbeziehen.

Referent: Lars Huber (Freier Journalist aus Hessen), zuletzt ist von ihm u. A. ein Beitrag zur Deutschen Burschenschaft in „Rechts, wo die Mitte ist“ von Thorsten Mense und Judith Goetz erschienen.

Fr. 6. Juni 2025, ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn des Vortrags 20:00 Uhr, dazu selbstgekochtes Essen und Getränke gegen Spende

Cornern am 2. Mai

Nach dem Arbeiterkampftag kommt auch immer der 2. Mai. Egal, wie laut man schreit, am 2. Mai geht alles seinen normalen Gang. Klimakrise, Ungerechtigkeit und Faschismus. Du hast Angst vor der Zukunft? Du fühlst dich alleine?

Das muss so nicht bleiben! Komm zum Cornern in den Stadtpark!

Ob jung oder alt, Menschen brauchen Orte, wo sie sich austauschen und connecten können. Wir wollen mit euch ins Gespräch kommen, über die historische Arbeiterbewegung und wie wir heutzutage für ein besseres Morgen kämpfen können.

Es wird Bierchen, Softdrinks und Mucke geben. Bringt gerne noch was mit und sagt es weiter. Am Freitag, den 2. Mai um 18 Uhr im Wittener Stadtpark . Kommt rum. Wir freuen uns.

(Wenn das Wetter schlecht ist, wechseln wir ins Trotz Allem.)

Fr. 1. November: Antifa-Café

Infoabend zum Prozess: 1. November 2024, 20:00 Uhr, vorher Küfa, Trotz Allem, Wideystraße 44, Witten; keine Zahl, kein Unfall, kein Einzelfall

Solidaritätskreis Justice4Mouhamed – Infoabend zum Prozess

Mouhamed Lamine Dramé wurde am 8. August 2022 von der Dortmunder Polizei erschossen. Mouhamed war in einer psychischen Krise, als Polizist:innen der Dortmunder Nordwache ihn angriffen und mit fünf Schüssen töteten. In Dortmund läuft am Landgericht seit dem 19. Dezember 2023 ein Gerichtsprozess gegen fünf von ihnen.

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Fr. 4. Oktober: Antifa-Café

Ein Jahr nach dem 7. Oktober – Die Diskussion in Deutschland; Referenz: Tom Khaled Würdemann; 4. Oktober 2014, Trotz Allem, 20:00 Uhr; Küfa ab 19:00 Uhr

Ein Jahr nach dem 7. Oktober – die Diskussion in Deutschland

Am 7. Oktober 2023 überfielen bewaffnete Gruppen unter der Führung der Hamas den Staat Israel und verüben eine Vielzahl von Massakern mit über 1000 Toten. Hunderte Menschen wurden nach Gaza als Geiseln verschleppt. Seitdem herrscht ein brutaler Krieg in Israel/Palästina. Die Kriegsführung der israelischen Armee und der Hamas haben bisher zu knapp zwei Millionen Binnenflüchtlingen, 70 % zerstörter Häuser in Gaza und zehntausender getöteten Palästinensern geführt, und greift zunehmend auch auf das Westjordanland über. Und an den Nord- und Südgrenzen Israels droht ebenfalls Krieg zwischen Israel und den Milizen der iranisch geführten Achse.

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Fr. 10. September: Antifa-Café

Was tun wenn’s brennt?! Rechtshilfetipps: auf Demonstrationen, bei Übergriffen, bei Festnahmen, aufder Wache; 10. September 2024, Trotz Allem, 19:00 Uhr, Wideystraße 44, 58452 Witten

Was tun wenn’s brennt?! Rechtshilfetipps der Roten Hilfe

Ruhe bewahren! So lautet die Grundregel jedes Katastrophenplans und auch unsere, damit deine Verhaftung oder dein Ermittlungsverfahren nicht zu einer Katastrophe wird.

Eine Info-Veranstaltung, in der es um Rechtshilfetipps auf Demonstrationen, bei Übergriffen und Festnahmen oder auf der Wache geht. Im Anschluss gibt es noch die Möglichkeit, offene Fragen zu besprechen. Keine Frage ist zu dumm! Solidarischer Umgang und gegenseitige Unterstützung geht uns alle an.

[Icon Mobilizon]

Fr. 6. Di. 10. September 2024, ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn des Vortrags 20:00 Uhr, dazu selbstgekoches Essen und Getränke gegen Spende

Wegen der Demonstration Ob Ost, ob West: Nieder mit der AfD! ist das Antifa-Café auf Dienstag, 10. September, verschoben worden.

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Fr. 5. Juli: Antifa-Café

Schwarz-rot-geil: Nationalismus oder Patriotismus während der EM?

Autokorso in einer Innenstadt mit vielen deutschen Nationalflaggen

Wer kann sich noch an das „Sommermärchen“ erinnern? Es war 2006 als die BILD-Zeitung die scheinbar bis dahin nie dagewesene Euphorie mit der Schlagzeile adelte: „Ihr Deutschen seid Schwarz-Rot-Geil“. Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft wurden in diesem Sommer zu Massenveranstaltungen, bei denen die deutschen Nationalfarben und „Flagge zeigen“ wieder modern waren. Das „Sommermärchen“ war geboren und implizierte eine gewaltlose, friedliche und vor allem stolze deutsche Nation, die nun ungeniert von ihrer Bevölkerung unterstützt wurde. Negative Begleiterscheinungen, wie Rassismus oder die Verharmlosung des Nationalsozialismus, gab es zwar auch, passten aber nicht in das Feierbild der deutschen Öffentlichkeit.

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