Ab dem 1. Juni: Wöchentliches Lesecafé

Blick in die Gustav-Landauer-Bibliothek

Immer sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr.

Im vorderen Bereich des soziokulturellen Zentrums Trotz Allem befindet sich die Gustav-Landauer-Bibliothek in Witten (GLBW). Die Bibliothek bietet eine Vielzahl an linker und alternativer Literatur, sowie eine einzigartige Sammlung an Büchern von und über das Leben des Anarchisten und Visionärs Gustav Landauer.

Jeden Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr findet in den Räumlichkeiten des Trotz Allems ein Lese-Café statt, wo in gemütlicher Atmosphäre und einer Tasse Kaffee in den Büchern geschmökert oder für die nächste Klausur gelernt werden kann, sowie Veranstaltungen zu interessanten Publikationen vorbereitet werden können. Die Bücher können selbstverständlich auch ausgeliehen werden. Wir wollen dazu ermächtigen, einen kritischen Blick auf die Welt zu entwickeln. Perspektivisch werden in diesem Rahmen auch Lesungen und Buchvorstellungen stattfinden.

Wenn du also einen ruhigen Ort zum Lesen und Philosophieren suchst, dann fühl dich herzlich eingeladen.

Programm Juni 2025

So. 1. 6. Brunch (ab 11.00 Uhr)
Di. 3. 6. Küche für Alle (ab 19.00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 20.00 Uhr)
Mi. 4. 6. Trotz-Chor (ab 19.45 Uhr)
Do. 5. 6. Programm-Plenum (ab 20.00 Uhr)
Fr. 6. 6. Offenes Antifa-Café (ab 20.00 Uhr)
Di. 10. 6.
Offener Dienstag (ab 20.00 Uhr)
Mi. 11. 6. Trotz-Chor (ab 19.45 Uhr)
Do. 12. 6. Plenum (ab 20.00 Uhr)
Fr. 13. 6. Soziale Klimasanierung benachteiligter Wohngebiete (ab 18.00 Uhr)
Di. 17. 6. Küche für Alle (ab 19.00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 20.00 Uhr)
Mi. 18. 6. Trotz-Chor (ab 19.45 Uhr)
Do. 19. 6. Plenum (ab 20.00 Uhr)
Sa. 21. 6. Aperitivo-Abend (ab 16.00 Uhr)
Di. 24. 6. Küche für Alle (ab 19.00 Uhr)
Offener Dienstag (ab 20.00 Uhr)
Mi. 25. 6. Trotz-Chor (ab 19.45 Uhr)
Do. 26. 6. Plenum (ab 20.00 Uhr)

Fr. 6. Juni: Antifa-Café

Kritik der Deutschen Burchenschaft im Netzwerk der extremen Rechten

Das Auftreten von Korporationen mutet oft sehr anachronistisch, nicht selten sogar lächerlich an. Sie allerdings auf ihr Auftreten bzw. ihre Rituale zu reduzieren, verkennt die Tatsache, dass derartige akademische Bünde durchaus über gesellschaftlichen Einfluss verfügen und dass sich Burschenschaften explizit politisch aufstellen und einmischen. Eindeutig extrem rechts positioniert sich der Dachverband „Deutsche Burschenschaft“, die eine deutliche inhaltliche und personelle Nähe zur AfD und deren Jugendorganisation „Junge Alternative“ aufweist. Etliche Angehörige der Deutschen Burschenschaft arbeiten für die AfD oder ihr nahestehenden Organisationen. Der Aufstiegt der AfD wurde von der DB entscheidend mit vorbereitet und durchgeführt – ideel wie organisatorisch. Ein nachhaltiges Engagement gegen die AfD muss eine offensive Auseinandersetzung mit den Burschenschaften einbeziehen.

Referent: Lars Huber (Freier Journalist aus Hessen), zuletzt ist von ihm u. A. ein Beitrag zur Deutschen Burschenschaft in „Rechts, wo die Mitte ist“ von Thorsten Mense und Judith Goetz erschienen.

Fr. 6. Juni 2025, ab 19:00 Uhr geöffnet, Beginn des Vortrags 20:00 Uhr, dazu selbstgekochtes Essen und Getränke gegen Spende

Cornern am 2. Mai

Nach dem Arbeiterkampftag kommt auch immer der 2. Mai. Egal, wie laut man schreit, am 2. Mai geht alles seinen normalen Gang. Klimakrise, Ungerechtigkeit und Faschismus. Du hast Angst vor der Zukunft? Du fühlst dich alleine?

Das muss so nicht bleiben! Komm zum Cornern in den Stadtpark!

Ob jung oder alt, Menschen brauchen Orte, wo sie sich austauschen und connecten können. Wir wollen mit euch ins Gespräch kommen, über die historische Arbeiterbewegung und wie wir heutzutage für ein besseres Morgen kämpfen können.

Es wird Bierchen, Softdrinks und Mucke geben. Bringt gerne noch was mit und sagt es weiter. Am Freitag, den 2. Mai um 18 Uhr im Wittener Stadtpark . Kommt rum. Wir freuen uns.

(Wenn das Wetter schlecht ist, wechseln wir ins Trotz Allem.)

Fr. 16. Mai: Vortrag: Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsgegnerInnen (DFG-VK). Geschichte und aktuelle Praxis

Während die herrschenden Kreise nach der Kriegstüchtigkeit Deutschlands rufen, stellen sich vermehrt junge Leute gegen die Forderung, für Deutschland in einem Krieg sterben oder töten zu sollen.
Die pazifistische Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK) vertritt diese Position seit vielen Jahrzehnten. Sie wurde 1892 gegründet, als Krieg und Militär noch als etwas Ehrenvolles und Unangreifbares galten. Nach dem I. Weltkrieg schlossen sich viele ehemalige Kriegsteilnehmer aus der Arbeiterklasse dem ursprünglich bürgerlichen Verein an. Nach dem II. Weltkrieg organisierte die Friedensgesellschaft Proteste gegen die Wiederbewaffnung und die geplante Atomrüstung. In den sechziger und siebziger Jahren wurde die Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern zum Markenzeichen der Organisation. Sie war auch wesentlicher Bestandteil der Antiraketenbewegung in den achtziger Jahren. Während nach 1990 Kriegseinsätze der Bundeswehr zunehmend auf Akzeptanz in der Bevölkerung stießen, unterstützte die DFG-VK die Entwicklung von Gegenmodellen der zivilen Konfliktbearbeitung. Heute steht die DFG-VK weiterhin für den Widerstand gegen Krieg, Aufrüstung und Wehrpflicht, setzt sich ein für zivile Formen der Konfliktbearbeitung und für Asyl und Schutz von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern aus kriegsführenden Ländern.

Referent ist Joachim Schramm, Sozialwissenschaftler, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW und Sprecher der DFG-VK Witten-Hagen.

Fr. 16. Mai 2025, Einlass ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr.

Fr. 25. April: Vortrag: Zionismus, Antizionismus und Antisemitismus

Graffiti an einer Hauswand: ein vermumter Hamas-Kämpfer mit Sturmgewehr steht hinter einem Jungen mit erhobener Hand in Kleidung der 1940er Jahre mit gelber Schleife, darüber der Schriftzug „Never again“, „Never“ ist durchgestrichen

Zur Zeit haben starke antiisraelische, antizionistische und antisemitische Tendenzen in den sozialen Medien, Universitäten, eine große Resonanz. Vor diesem Hintergrund hat die Referentin ein Referat über die Geschichte des Zionismus und seine neuen Konnotationen heute ausgearbeitet. Angesprochen werden u. a. die religiöse Bedeutung des Zions für Juden, Theodor Herzel und der erste zionistische Kongress in Basel, die Kriege mit den arabischen Staaten seit der Gründung des Staates Israel 1948 sowie die gescheiterten Camp David-Verhandlungen.

Die Referentin geht der Frage nach, warum ausgerechnet nach den Massakern vom 7. Oktober 2023 die antisemitischen Wellen global aufflammen? Sie vertritt die These, dass seit dem Niedergang der UDSSR Linke ein Zentrum oder eine kohärente Theorie benötigen, die sie emotional und nur scheinbar theoretisch zusammen hält. Der Staat Israel bietet sich da an, wie auch das unbenommene Leid der als Trigger. Nach ihrem Referat steht die Referentin für Diskussionen und Fragen gerne zur Verfügung.

Referentin ist Ellahe Engel-Yamini, Dipl.Sozialarbeiterin, Familientherapeutin und Feministin.

Fr. 25. April 2025, 19:00 Uhr geöffnet, 20:00 Uhr Beginn

Fr. 25. April: Vortrag: Zionismus, Antizionismus und Antisemitismus“ weiterlesen

Antifaschistische Frühlingswanderung

Antifaschistische Frühjahrswanderung; im Hintergrund ist ein Fluss und Bäume zu sehen, im Vordergrund mehrere junge Menschen, die Transparente halten

Es geht wieder los. Die Edelweißpiratenreihe der Antifa Linken Bochum und der Antifa Witten geht mit ihren Freunden aus Wuppertal in die nächste Runde. Nach dem anstrengenden Bundeswahlkampf wollen wir unsere emotionalen Batterien wieder aufladen und mit vielen lieben, stabilen Menschen am Samstag, den 5. April, wandern gehen.

Treffpunkt ist 12:45 Uhr Bahnhof Schwelm, von da aus geht es zum ehemaligen KZ Kemna und dann weiter nach Beyenburg, wo wir etwas über den Widerstand im Nationalsozialismus erfahren werden. Insgesamt werden wir rund vier Stunden unterwegs sein, im Anschluss gibt es noch die Möglichkeit, zusammen einzukehren. Bringt festes Schuhwerk und kleine Snacks mit. Wir freuen uns auf euch und auf einen schönen Tag!

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Femizide stoppen – keine weitere!

Hinter einer halb reflektierenden Glasscheibe sind viele gleichförmig bedruckte Zettel aufgehängt, die durchnummeriert von „32. Femizid“ bis „77. Femizid“ und mit einem kurzen Text versehen sind. Es sind auch historische Wohnhäuser der Breitestraße in Witten zu sehen.

Im Rahmen des internationalen Frauentags wurde im Schaufenster des soziokulturellen Zentrums Trotz Allem die Ausstellung „Femizide stoppen“ aufgehangen. Auf laminierten DIN-A4-Seiten werden die Schicksale von über 100 ermordeten Frauen im Jahr 2024 dargestellt.

Diese Frauen dürfen nicht vergessen werden! Es sind nicht nur die Morde, sondern die Geschichten der Gewalt, der Angst, der Kontrolle, die Entwürdigung, die davor kommen. Die realen, oft unsichtbaren Kämpfe, die diese Frauen geführt haben. Das ist kein „Beziehungsdrama“, sondern patriarchale Gewalt! Das ist kein „Einzelfall“, sondern ein System, was Frauen das Leben nimmt! Es geht nicht nur um die Morde, sondern um eine Kultur, die die Morde ermöglicht! Wir wehren uns gegen die Strukturen, die diese Gewalt nähren. Wir machen es sichtbar und fordern Gerechtigkeit!

Die Ausstellung sollte eigentlich als „Walk of Shame“ in der Hattinger Innenstadt aufgehangen werden, allerdings sabotierte die Stadt Hattingen die Aktion mit absurden Auflagen, sodass kurzerhand eine Alternative organisiert wurde.

Die Ausstellung wird in den nächsten Wochen im Trotz Allem sichtbar bleiben. Kommt gerne vorbei und informiert euch.

Antikapitalistische Aktionswochen Witten 2025

How injustice grows – antikapitalistische Aktionswochen

How injustice grows

Während wir arbeiten, wächst der Reichtum einer kleinen Elite. Während wir mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen, sichern Konzerne und Erben ihr Vermögen über Steuerprivilegien und politische Einflussnahme. Wohlstand und Entscheidungsgewalt dürfen nicht in den Händen weniger liegen – es ist an der Zeit, dass diejenigen, die den Reichtum produzieren, auch gerecht daran beteiligt werden.

Am 29. März 2025 treffen sich die „Familienunternehmer”, um ihre Privilegien zu verteidigen. Lasst uns gemeinsam gegen diesen kapitalistischen, neokolonialen und pseudofeministischen Kongress auf die Straße gehen. Lasst uns gemeinsam für Umverteilung, soziale Gerechtigkeit und eine solidarische Gesellschaft kämpfen!

Sa. 15. 3. Vortrag: Politik, Kapital und Anthroposophie – die Universität Witten/Herdecke Trotz Allem 20:00 Uhr
Fr. 21. 3. Vortrag: Familienunternehmen und neoliberale Universitäten – Verflechtungen, Machtstrukturen und progressive Alternativen Ruhr-Gymnasium 19:00 Uhr
Fr. 28. 3. Vortrag: Elitenrekrutierung und soziale Herkunft – Wie Bildungssysteme soziale Ungleichheit prägen Bahnhof Langendreer 19:00 Uhr
Sa. 29. 3. Demonstration gegen den Familienunternehmerkongress Berliner Platz 12:00 Uhr

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Sa. 15. März: Vortrag: Politik, Kapital und Anthroposophie – die Universität Witten/Herdecke

How injustice grows – antikapitalistische Aktionswochen

Anfang der 1980er Jahre verbündeten sich bedeutende Vertreter des Kapitals mit überzeugten Anthroposophen. Sie wollten gemeinsam eine private Universität aufbauen. Welche Interessen teilten die Partner? Eine willfährige Politik ebnete ihnen den Weg und wurde zum Bundesgenossen. Welche Ziele verfolgte sie? Heute Abend wird eine Geschichte aus dem Leben der Kapitalgesellschaft, die den Namen „Private Universität Witten/Herdecke gGmbH” trägt, erzählt – ihr Auf und ihr Ab.

[Icon Mobilizon]

Sa. 15. März 2025, ab 19:00 Uhr Küfa, Beginn des Vortrags 20:00 Uhr

Diese Veranstaltung ist Teil der Antikapitalistischen Aktionswochen Witten 2025.