So. 23. Feb.: Vortrag zum widersprüchlichen Verhältnis von künstlerischer Avantgarde und revolutionärer Theorie und Praxis

La beaute est dans la rue

In der Aus­sein­an­der­set­zung mit Guy Debord und der S.I. als einer der Grup­pen, die er maß­geb­lich prägte, exis­tie­ren zwei Po­si­tio­nen, wel­che in ihrer Ein­sei­tig­keit und Un­ver­mit­tel­heit die je­weils an­dere unterbewerten und für ne­ben­säch­lich er­klä­ren. Wäh­rend im kunst­theo­re­ti­schen Kon­text die Trivialisierung und Ver­harm­lo­sung als Künst­ler, Fil­me­ma­cher oder Avant­gar­dist all­ge­gen­wär­tig ist, versteift sich die Linke auf den Mar­xis­ten, Autor der „Ge­sell­schaft des Spek­ta­kels“ und seine Rolle während des Pari­ser Mai 68, ohne die Entwicklung und Herkunft dieser Kri­tik wirklich begreifen zu können. Denn das würde bedeuten, ihre Entwicklung als Kri­tik der In­sti­tu­ti­on Kunst nachzuvollziehen, die zur allgemeinen Kri­tik des (Über-)Le­bens in der Warengesellschaft unter der Herr­schaft des Spektakels wird, um über ihren Gegenstand ein entwickeltes Ur­teil zu fällen. Nichts an­de­res aber hat sich die­ser Vor­trag zum Anspruch ge­macht.

So. 23. Feb. 2014, 20:00 Uhr (Einlass: 19:00 Uhr)

Fr. 15. Nov.: Freiheit ist heute schon da – Ein Genderblick zurück

RadicalRelationsHeart
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Die Diskussion um die männliche Dominanz in politischen Gruppen bleibt auch den anarchistischen Kreisen nicht erspart, da sie ebenso davon betroffen sind. Mit der Veranstaltung „Freiheit ist heute schon da“ wird ein Blick gewagt auf das Liebesverhältnis eines Anarchisten zu einer jungen Frau vor hundertzwanzig Jahren. Vielleicht bietet dieser historische Blick auf damalige Verhaltensweisen und Denkstrukturen die Möglichkeit, eine Kritik an männlichem und weiblichem Verhalten zu entwickeln, die auch den anarchistischen Diskurs weiterbringt.

„Freiheit ist heute schon da“

Gustav Landauers Briefe an Clara Tannhauser aus dem Jahr 1892

Die vorliegenden Briefe und Tagebuchaufzeichnungen Landauers stammen aus einer Phase, die Landauers amerikanischer Biograph Eugene LunnThe education of an anarchist“, die Ausbildung zum Anarchisten, genannt hat. Landauer, gerade mal 22 Jahre alt, stand damals im Übergang vom Studenten zum Schriftsteller und „Antipolitiker“ (wie er sich seit 1897 nannte), im Übergang auch von dem bürgerlichen Idyll seiner süddeutschen Heimat zu der von Industriebetrieben und Klassengegensätzen geprägten Reichshauptstadt Berlin, wo er die nächsten 25 Jahre seines Lebens zubringen wird. In dieser Phase verliebt er sich in die 20-jährige Clara Tannhauser aus Buttenhausen, der Heimat seines Vaters, lässt sich daraufhin im benachbarten Urach nieder, um seinen Roman „Der Todesprediger“ zu vollenden, und verlobt sich „im Stillen“ mit ihr. Clara war die Tochter eines jüdischen Viehhändlers, ihre Eltern waren konservative und gläubige Juden und durften natürlich nichts von dieser Verbindung wissen. Landauer war damals inspiriert von den Schriften Nietzsches und Stirners, aber auch von der „freien Liebe“, die von Sozialdemokrat*innen und Anarchist*innen gleichermaßen propagiert wurde. Ausgehend von einzelnen Briefabschnitten wäre zu fragen: Was verstand man damals unter „freier Liebe“? Welchen Spielraum hatte Landauer, um eine „freie Liebe“ jenseits staatlicher und sozialer Zwänge zu leben, und wie nutzte er diesen? Welche Rollenerwartungen richtete Landauer an sich und seine Geliebte? Und schließlich: Was für eine Funktion nimmt später in Landauers Anarchismus die Ehe ein, die er gegen seinen Freund Erich Mühsam verteidigt?

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kampagne Zeit für Plan A der AFRR in Kooperation mit Transistor.

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Das Buch in der Gustav-Landauer-Bibliothek:

  • Christoph Knüppel (Hg.):
  • „Sei tapfer und wachse dich aus.“
  • Gustav Landauer im Dialog mit Erich Mühsam: Briefe und Aufsätze
  • Lübeck: Erich-Mühsam-Gesellschaft, 2004
  • ISBN: 3931079325
  • Signatur: b-land-2-2-4
  • Schlagworte: Anarchismus, Biografie, Brief, Gustav-Landauer-Sammlung
  • Reihe: Schriften der Erich-Mühsam-Gesellschaft (24)
  • 232 Seiten

Fr. 15. Nov. 2013, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Fr. 22. Mär.: Transistor

RuPaul by David Shankbone
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Am Freitag, 22. März 2013, werden wir einen Einblick in die amerikanische Drag-/Ballscene der 1980er Jahre geben. Wir werden Auschnitte aus einer amerikanischen Dokumentation von 1990 und frühen Filmen mit RuPaul zeigen. Außerdem gibt es einen Mobi-Vortrag (s.u.).

Die Ballculture lässt sich als ballartige Tanzveranstaltung beschreiben, die in der LGBT-Community eine lange Tradition hat. Es werden fernab heteronormativen Geschlecherkonstrukten laufstegähnliche Wettbewerbe veranstaltet, auf denen Trophäen für das authentistischte Outfit vergeben werden. Die Kleidernormen werden karikiert bis zu themenbezogenem Drag.

„We’r born naked. The rest is drag.“ (Sookee)

Greift ein gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen!

Am 17. April 2013 wird in München der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe sowie vier der Unterstützer beginnen: Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Schultze und André Eminger.

Ein breites antifaschistisches Bündnis ruft deshalb zu einer bundesweiten Großdemonstration in München am Samstag vor Prozessbeginn auf.

Im Rahmen von Transistor werden wir Euch einen kurzen Überblick über die geplante Demo geben und versuchen, dich zu mobilisieren mit nach München zu fahren! Am 13. April wird ein NRW-Bus alle interessierten, linksradikalen Menschen einsammeln und für 25,– € zur Demo fahren und auch wieder zurück. 🙂 Der Erlös des an diesem Abend verzehrten veganen Nachtisches wird in die Finanzierung des Busses gehen!

Wir immer wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Fr. 22. Mär. 2013, 19:00 Uhr (Einlass), 21:00 Uhr (Filmausschnitte)

Fr. 22. Feb.: Transistor und Schwarzer Tresen

Dark Rosaleen Anarchy 1
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Raise your voice – Your body your choice! – Für Feminismus! Gegen 1000-Kreuze! – Info- & Mobilisierungsveranstaltung

Im März 2013 wird eine überregionale feministische Demo in Münster stattfinden: Für eine solidarische, herrschaftsfreie Gesellschaft – Für mehr Selbstbestimmung! Am selben Tag wollen christ­lich-fun­da­men­ta­lis­ti­sche Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen in Müns­ter wieder einen 1000-Kreuze-Marsch durchführen. Auch diesen gilt es zu stören. Am 22. Februar 2013 wird es nach einem kurzen Infovortrag über 1000 Kreuze die Möglichkeit geben, Transpis zu malen und eigene Ideen zusammen zu tragen, um die Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen zu nerven.

Parallel zum QueerCafé Transistor findet das erste Mal der Schwarze Tresen statt. Ab sofort möchte die Anarchistische Gruppe Östliches Ruhrgebiet den letzten Freitag im Monat im Trotz Allem gestalten.

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Fr. 22. Feb. 2013, 19:00 Uhr (Vortrag: 20:00 Uhr)

Fr. 11. Jan.: Transistor

John Waters Sundance

Perverts have taken over our neighborhood!

Wir zeigen Ausschnitte aus einem Film, in dem das konservative Bild einer amerikanischen Kleinstadt durch einen zufälligen Zwischenfall für die betroffene Person verheerend dekonstruiert wird. Sexuelle Diversität in verschiedensten Spielarten, Prüderie und der Verfall der bürgerlichen (Rechts-)Ordnung, all dies wird in dem Film aufs Korn genommen und auf anschauliche Art und Weise inszeniert. Have fun!

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Fr. 11. Jan. 2013, 19:00 Uhr (Filmausschnitte ab 21:00 Uhr)

Fr. 16. Nov.: Transistor

[Cover: Film 2012-11-16]

Am Freitag, den 16. November 2012, werden Ausschnitte eines Meisterwerks des Kultfilmregisseurs John Waters von 1974 gezeigt. In ungeschönt brutaler Weise verfolgt der Film die Lebensgeschichte von Dawn Davenport, beginnend mit ihrer Highschoolzeit bis zu ihrem unvermeidlich drastischen Ende. Durch Themen wie Schönheitswahn und Star-Hype erlangt der Film einen verstörend realistischen Gegenwartsbezug.

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Fr. 16. Nov. 2012, 19:00 Uhr (Filmausschnitte ab 21:00 Uhr)

Fr. 19. Okt.: Transistor

Promiscuidad
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Transistor wird im Oktober ein offenes QueerCafé sein. Es wird dazu aufgerufen eine „militante“ Queer-Gruppe zu bilden, welche sich mit Kulturreflexionen und gesellschaflichen Machtstrukturen auseinander setzten soll, natürlich in Anbetracht der Reflexion religiöser Normen und Werte.

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Fr. 19. Okt. 2012, 19:00 Uhr

Fr. 21. Sep.: Transistor

Granada Relocation Center, Amache, Colorado. "Feel My Muscle" - (art) cut out. Granada Relocation . . . - NARA - 539913
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Am 21. 9. ist das Transistor QueerCafé wieder für euch da! Diesmal mit einem Vortrag von Rudolf Mühland, welchen er bei uns schon halten wollte, aber durch eine Erkrankung nicht konnte.

Kapitalismus und Geschlecht – Jenseits des Nebenwiderspruchs

Geschlechterrollen und -konstrukte sind älter als der Kapitalismus. Sie sind eine Form der „politischen“ Unterdrückung, aber auch der Ausbeutung. Im Kapitalimsus haben sich viele Geschlechterbilder gehalten, andere haben sich verändert. Was einst als Befreiung gedacht war, führte im Kapitalismus nur zu (neuen) verschärften Formen der Ausbeutung.

Im Vortrag geht es, mit Hilfe von Blicken in die Geschichte, um die Suche nach Fragmenten des Widerstandes, sowohl gegen die Benachteiligung („politisch“ wie wirtschaftlich) aufgrund von Geschlechterrollen und -konstrukten sowie der Klasse.

In der anschließenden Diskussion hoffen wir gemeinsam mit euch Strategien des Widerstandes und Methoden zur intellektuellen Selbstverteidigung ausloten zu können.

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Fr. 21. Sep. 2012, 19:00 Uhr

Fr. 17. Aug.: Transistor

Die Epoche des Sexismus vernichten!

Two girls sitting on a sidewalk - 20090915

Zwei Mädchen: links Tomboy, rechts Girly Girl

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Das QueerCafé Transistor meldet sich aus der Sommerpause zurück. Am 17. August zeigen wir im Séparée Ausschnitte aus einem französischen Spielfilm aus dem Jahr 2011. Der Film erzählt die Geschichte eines zehnjährigen Mädchens, welches sich nach einem Umzug als Junge ausgibt. (OmU).

Desweiteren wird, im Séparée, etwaig „Neü Sex“ von Sasha Grey rezensiert, um so die Debatte „Kunst und Pornografie“ anzugehen.

Ab 19:00 Uhr könnt ihr eintrudeln und bei einem netten Umtrunk in berauschender Atmosphäre einen netten Abend genießen.

Also kommt rum, am besten mit Freund_innen!

Transistor ist ein monatliches offenes <span lang="en"-Queer–Café im Trotz Allem. Transistor steht gegen die kulturellen Normen von Homophobie und Sexismus, gegen Antifeminismus und gegen die Geschlechterrolle im Allgemeinen.

Egal, ob Ihr Riot Grrrls, Anarchafeministinnen, Trans oder Queer People oder einfach nur Heteros seid, wir erschaffen mit euch eine Veranstaltung, die wir Transistor nennen.

Remember Stonewall!

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Fr. 17. Aug. 2012, 19:00 Uhr